Freitag, 14. September 2007

Playlist von 10.09.

1. ERSATZMUSIKA: Voice Letter – Beside Myself To You I Came (Asphalt Tango Records, 2007)
2. ERSATZMUSIKA: Voice Letter – Went & drunk (Asphalt Tango Records, 2007)
3. ERSATZMUSIKA: Voice Letter – Hey,Gangway! (Asphalt Tango Records, 2007)
4. SHUKAR COLLECTIVE: Rromatek – Oh girl! (Eastblokmusic, 2007)
5. SHUKAR COLLECTIVE: Rromatek – Pam Paraї (Eastblokmusic, 2007)
6. SHUKAR COLLECTIVE: Rromatek – Dalladida (Eastblokmusic, 2007)
7. RURA: Rura – Politsaj (Taras Bulba Entertainment, 2007)
8. RURA: Rura – 2 Karasja (Taras Bulba Entertainment, 2007)
9. THE NO SMOKING ORCHESTRA: Emir Kusturica’s Time of the Gypsies Punk Opera – Djilaben rromalen (Decca, 2007)
10. THE NO SMOKING ORCHESTRA: Emir Kusturica’s Time of the Gypsies Punk Opera – Hederlezi (Decca, 2007)
11. THE NO SMOKING ORCHESTRA: Emir Kusturica’s Time of the Gypsies Punk Opera – Del dija (Decca, 2007)
12. GOGOL BORDELLO: Super Taranta – Supertheory of superevrething (Side One Dummy, 2007)
13. GOGOL BORDELLO: Super Taranta – Super taranta (Side One Dummy, 2007)


Dienstag, 11. September 2007

Noch ein Release vom Berliner Asphalt Tango Records. Das Label ist bekannt durch seine langjährige Zusammenarbeit mit FANFARE CIOCARLIA und mehreren Veröffentlichungen von Gypsymusik vom Balkan. Jetzt haben sich die Produzenten entschlossen die Reisekosten einzusparen und sich einfach umzuschauen und wurden fündig mit der Berliner Russenband ERSATZMUSIKA. Ab dem 21. September ist ihr Debütalbum „Voice Letter“ im Handel.


ERSATZMUSIKA entstieg aus der Asche der avantgardistischen Band UNTERWASSER. Sie wurde von Sergey Vorontsov und Irina Dubrovskaja gegründet, die Anfang der 90er Jahren aus Moskau nach Berlin ausgewandert sind. Diejenigen, die sich für die russische Musikszene schon lange interessieren, können sich vielleicht an die Moskauer Kultband der 80er Jahre, SREDNERUSSKAJA VOZVYSHENNOST’ (Mittelrussische Platte), erinnern, in der Sergej Vorontsov von 1986 bis 1988 spielte. An der Bassgitarre in UNTERWASSER spielte vor einiger Zeit Yuriy Gurzhi, heute ist er besser bekannt durch seine Teilnahme am Russendisko-Projekt.
Das andere renommierte Mietglied von ERSATZMUSIKA ist Leonid Soybelman. Als einer der Gründer der russischsprachigen Band NE ZHDALI kam er ebenfalls Anfang der 90er aus Tallinn nach Berlin, wo er in verschiedenen Musikprojekten (unter anderem in KLETKA RED und POZA) mitwirkte. Seine Gitarre kann man in gut der Hälfte der Tracks genießen, die andere Hälfte wird von Sergey gespielt.
Die Bandgründerin und Sängerin Irina Dubrovskaja schrieb Songs und Texte und fand in Mikhail Zhukovs mystischem Perkussionsspiel eine essentielle Beigabe für die Aufnahmen von „Voice Letter“.
In diesem, in mittlerem Tempo gut gespielten und perfekt gestyltem Album gibt es eine Schwachstelle, nämlich die Texten. Nicht das sie schlecht sind, im Gegenteil, sie sind sehr interessant... das Problem ist, daß sie niemand hierzulande verstehen kann. Wie bei den meisten russischen Bands haben die Texte große Bedeutung, es wird viel und mit Seele gesungen und ohne die Lieder zu verstehen, verliert der Hörer ziemlich viel an dieser Platte. Es liegt auch kein Textbooklet bei. Schade eigentlich....
Also, mein Fazit – als erste CD für eine Russenparty, wenn man schon trinkt aber noch nicht tanzt, ist das „Voice Letter“ bestens geeignet, auch in einem Russen-Cafe kann sie ruhig im Hintergrund laufen. Die Gäste werden sofort nach der Band fragen, sie ist eindeutig „russisch“ – was immer man auch darunter versteht. Ach ja, für alle Russland-Fans ist es natürlich auch ein sehr gutes Geschenk, wofür man gar nicht erst nach Moskau reisen muss, um es zu kaufen.

Die Besetzung:
Irina Dubrovskaja – Keyboards, Akkordeon
Leonid Soybelman - Gitarre
Mikhail Zhukov - Schlagzeug
Sergey Vorontsov - Bass, Gitarre, Gesang
Igor Vdovchenko - Bass, Harmonika
Roman Bushuev – Schlagzeug

Tracklist:                                                                           
1. Beside Myself To You I Came
2. Hey,Gangway!
3. The Gold Prospector
4. Still Waters
5. Antediluvian
6. Bevelled Glasses
7. And Why?
8. Cranes
9. Upon The Earth
10. Tsaritsino Station
11. The Mushroom Hunter
12. Eh,Kalina
13. Went And Drank
14. How Here's How

Hörbeispiele gibt’s unter: http://www.asphalt-tango.de/records/ersatzmusika/artist.html

Am 11.Oktober um 21.30 Uhr lädt Asphalt Tango Records in den ROTEN SALON der Volksbühne zur RECORD RELEASE PARTY ein!

Dienstag, 4. September 2007

Musik aus der Ukranine - Playlist von Montag

1. PERKALABA: Hovoryt’ Ivano-Frankivs’k – Chervona fira (Taras Bulba Entertainment, 2007)
2. PERKALABA: Hovoryt’ Ivano-Frankivs’k – 4Tankisty (Taras Bulba Entertainment, 2007)
3. UKRAINIAN BARVY: Etno Mix – Oj horamy volon’ky (Ukrajins’ki Barvy, 2007)
4. UKRAINIAN BARVY: Etno Mix – Hutsul’ska zbiranka (Ukrajins’ki Barvy, 2007)
5. OT VINTA: Poperedu – Shabelyna (Moon Records, 2006)
6. OT VINTA: Poperedu – Tysha navkruhy (Moon Records, 2006)
7. VOHNESMIKH: Krajina U – Diva ohnevytsja (UkrMusic, 2007)


8. VOHNESMIKH: Krajina U – Velychal'na vohnju (UkrMusic, 2007)
9. DAZZLE DREAMS: Dazzle Dreams – Loreley (Moon Records, 2007)
10. DAZZLE DREAMS: Dazzle Dreams – Grandmama (Moon Records, 2007)
11. HAYDAMAKY – 4 dvory (www.myspace.com/haydamaky)
12. HAYDAMAKY: Ukraine Calling – Nemaje khliba – spivaj (Eastblocmusic, 2006)
13. RURA: Rura – Rura (Taras Bulba Entertainment, 2007)

Montag, 3. September 2007

Die vierte von HAYDAMAKY kommt!

Die ukrainische Folk-Rock-Ska Band HAYDAMAKY bereitet ihr viertes Album vor. Die Studioarbeit dauerte mit mehreren Unterbrechungen von Mitte März bis Ende August und fand in einem Dorf in den polnischen Karpaten in der Nähe von Zakopane statt. Die Polen haben die Musiker selbst ausgewählt, weil sie dort eine feste Fan- und Freundesgemeinde haben und weil sie den polnischen Studios und Musikproduzenten vertrauen.
„Natürlich wollten wir nicht in der Ukraine die Aufnahmen machen“, sagte Saschko Jarmola, der Frontman von HAYDAMAKY, „denn bei uns kann niemand solche Musik aufnehmen. Die Polen aber sind in dieser Frage weit entwickelter und haben dazu, wenn auch nicht viele, World Musikbands von höchstem Weltniveau.“
Mehr Fotos von HAYDAMAKY gibt's hier
Man muss auch noch sagen, dass die Musiker nur mit rein analogem Ton gearbeitet haben. Es war ein alter Traum von HAYDAMAKY ohne kalte Digits die heißen Ethnorythmem zu spielen. Und geleitet wurde das Ganze vom Soundproducer der polnischen Sängerin KAYAH, die in Deutschland aufgrund ihrer gemeinsamen Platte mit GORAN BREGOVIĆ aus dem Jahr 1999 „Kayah & Bregović“ bekannt ist.
Wie Yurko Zeleny von fdr.com.ua – Quelle Nummer Eins, was ukrainische Musik angeht – erklärt hat, wird die CD in der Ukraine im Oktober unter dem Namen „Kobzar Is Not Dead“ erscheinen. Die Platte wird 13 Stücke enthalten und dazu wollen die Musiker noch 4 Videos drehen. Der Chef des Berliner Labels Eastblokmusic, Armin Siebert, hat bestätigt, dass auch ein deutsches Release vorbereitet wird. Die CD soll aber ein anderen Namen bekommen und wird erst gegen Ende dieses Jahres von Eastblokmusic präsentiert.
Ob der deutsche Name genauso gut wird? Ich finde persöhnlich, dass der ukrainische schon gut genug ist, genauso, wie der Name des letzten Albums aus dem Jahr 2005. Die Ukrainische Version hieß „Perverzija“, genannt nach dem Roman von Jurij Andruchowitsch, in Deutschland dagegen nannte man das Album „Ukraine Calling“, damit dem Durchschnittsdeutschen sofort klar wird, worum es geht.
Noch vor Oktober kann man ein Video „4 Dvory / 4 Höfen“ von HAYDAMAKY’s viertem Album genießen. Es verspricht einen neuen Sound. Wer die alten Platten kennt, kann das nur bestätigen – die Band um Saschko Jarmola hat gute Arbeit geleistet. Ich warte also bereits mit großer Ungeduld auf „Kobzar Is Not Dead“.