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Montag, 2. Mai 2011

PLAYLIST 2. Mai

1. ROTFRONT: Visa Free - VisaFree (Essay, 2011)
2. ROTFRONT: Visa Free - Money money money
3. ROTFRONT: Visa Free - Village superstar
4. AMSTERDAM KLEZMER BAND: Katla - Naje kashe
5. SKAZY LESA: Kustary - Kannel'yarvi
6. SKAZY LESA - Veselo
7. NAYEKHOVICHI: Klezmer Is Dead - New rusian Sher
8. NAYEKHOVICHI: Klezmer Is Dead - Borsht
9. TARAF DE HAÏDOUKS & KOCANI ORKESTAR - Dikhél Khelél
10. TARAF DE HAÏDOUKS & KOCANI ORKESTAR - Jarretelle
11. LA CHERGA: Revolve - Votka dot kom (Asphalt Tango, 2011)
12. LA CHERGA: Fake No More Remixes - 2010 - Rembetiko Shazalakazoo Rmx (Asphalt Tango, 2010)



Dienstag, 2. Februar 2010

Playlist und eine Konzert Ankündigung

Jetzt steht es schon fest am 15 März spielen NAYEKHOVICHI aus Rußland im JOSFRITZCAFE! Eine Neo-Klezmer Band die zur Traditionellen und eigenen Klezmer-Lieder gerne noch Dub Rock und gar Disco Rithmen hinzufügt, ein heißes Abend ist schon vorprogrammiert. Nicht zu Verpassen.

....und die Playliste, also.
1. NAYEKHOVICHI: Klezmer Is Dead – New Russian cher (Tiotia Ootia ProDucktions, 2008)
2. NAYEKHOVICHI: Klezmer Is Dead – Borscht (Tiotia Ootia ProDucktions, 2008)
3. SANJA ALEKSANDER ILIC I BALKANIKA BRASS BAND: Ceeepaj – Ceeepaj (City Records, 2009)
4. SANJA ALEKSANDER ILIC I BALKANIKA BRASS BAND: Ceeepaj – Djipaj (City Records, 2009)
5. LENI KRAVAC: VA-Balkan Grooves – Zajednica (Eastblock, 2010)
6. KIRILL: VA-Balkan Grooves – Raise up your hands (Eastblok, 2010)
7. VALENTINO VALENTE BALKAN PROJECT: VA-Balkan Grooves – Sote khela (Eastblok, 2010)
8. RIVA STAR feat. NOZE: VA-Balkan Grooves – I was drunk (Eastblok, 2010)
9. JUJU PLANET DUB: Demo – Track 1
10. JUJU PLANET DUB: Demo – Track 4

Montag, 18. Januar 2010

Playliste von Eastblokmusic ohne Interview

Heute gab es eine ganz kurze Playliste, nur 7 Lieder. Der Grund dafür ist ein ca. 20-minütiges Live-Telefongespräch mit Armin von Eastblokmusic über sein Label, osteuropäische Musik und das aktuellen Release "Balkangrooves". Sobald ich meine neuen Billy-Regale zusammenhaue, erscheint das Interview hier beim SLAVONIC DANCES Blog.

1. SASHKO POLOZHINSKY – Vyberyt’ meine (thx to www.fdr.com.ua)
2. VA Balkan Grooves: DUNKELBUNT & CLOUD TISSA – Kebab connection (Eastblok Music, 2010)
3. VA Balkan Grooves: KIRIL feat. RAS TWEED & ESMA – Raise up your hands (Eastblok, 2010)
4. VA Balkan Grooves: DOBRANOTCH & DJ CLICK – Batuta (Eastblok, 2010)
5. LA MINOR: Oboroty – Girl in the cotton dress (Eastblok, 2009)
6. LENINGRAD: Hleb – Nebesnyj tennis (Eastblok, 2007)
7. VA Balkan Grooves: FAGGET FAIRYS – Oci (Eastblok, 2010)


Als Video gibt es einen Livemitschnitt von der Band LENINGRAD vom Sziget Musikfestival 2007. "Himmlischer Tennis/Nebesnyj tennis"


Montag, 11. Januar 2010

Das erste Release des Jahres!

Es sind noch keine 2 Wochen des Jahres Zwanzig-Zehn vorbei und schon gibt es das erste Release - den Sampler "Balkan Grooves" vom Berliner Label Eastblok Music. Heute bei SLAVONIC DANCES gibt es einen Vergleich "Balkan Grooves" vs. "Balkanbeats A Night In Berlin". Es bleibt aber die Frage, warum DJ Robert Soko mit seinem erfolgreichem Brand "Balkanbeats" zu Piranha Records gegangen ist?
Dazu noch ein neues Album aus Russland, die Punk-Ska Band DISTEMPER aus Moskau mit ihrem zweiten Release im Jahr 2009 bei ANR-Music.

Die heutige Liste sieht so aus:
1. VA Balkan Grooves: WATCHA CLAN – Balakn Qoulou / Shazalakazoo Remix (Eastblok, 2010)
2. VA Balkan Grooves: KIRIL feat. RAS TWEED & ESMA – Raise up your hands (Eastblok, 2010)
3. VA Balkan Grooves: DOBRANOTCH & DJ CLICK – Batuta (Eastblok, 2010)
4. VA Balkanbeats, A Night In Berlin: VRELO – Oj Ljubava (Piranha, 2009)
5. VA Balkanbeats, A Night In Berlin: KOLO NOVO MOOVIE BAND – Bolujem ja (Piranha, 2009)
6. DISTEMPER: My Underground – My underground (ANR-Music, 2009)
7. DISTEMPER: My Underground – Alive planet (ANR-Music, 2009)
8. DISTEMPER: My Underground – Blue blue night (ANR-Music, 2009)
9. SPITFIRE: Lifetime Visa – Lifetime visa (Flat Daddy, 2008)

Dazu ein neues Video von KIRIL DZAJKOVSKI feat. RAS TWEED (London, auch als MC bei Kruder & Dorfmeister) und ESMA REDZEPOVA. Das Lied Raise Up Your Hands wurde als eine Hymne für den neuen mazedonischen digitalen Kanal BoomTV produziert. Zur Zeit eines der beliebtesten Stücke bei MTV ADRIA.

Montag, 3. August 2009

Playlist, der neue SHANTEL ist schon da.

Zwei Jahre hat es gedauert. Nach dem ersten Soloalbum veröffentlichte nun DJ SHANTEL am 28. August sein zweites! Ob es genauso erfolgreich wird? Auf jeden Fall klingt es sehr ähnlich, hat auch wie das erste Lieder in verschiedenen Sprachen und ist sehr gut tanzbar. Es gibt aber auch etwas Neues, zum Beispiel die Zusammenarbeit mit Juri Gurdzhi (Russendisko und ROTFRONT), der speziell dafür ein Lied geschrieben und gesungen hat. Ah ja, SHANTEL hat sich rasieren lassen. Jetzt sieht er nicht mehr wie ein bedrohlicher Zigeuner irgendwo aus den Suburbs von Bucharest aus, sondern wie ein normaler Durchschnittsdeutscher Ende dreißig, irgendein Computerspezialist aus Frankfurt.
Die Playliste, also
1. SHANTEL: Planet Paprika – Planet Paprika (Essay, 2009)
2. SHANTEL: Planet Paprika – Citizen of planet Paprika (Essay, 2009)
3. SHANTEL: Planet Paprika – Usti usti baba (Essay, 2009)
4. SHANTEL: Planet Paprika – Eyes of mine (Essay, 2009)
5. SHANTEL: Planet Paprika – Bucovina original (Essay, 2009)
6. SHANTEL: Planet Paprika – Being authentic (Essay, 2009)
7. ROTFRONT: Emigrantski Raggamuffin – Klezmerton (Essay, 2009)
8. ROTFRONT: Emigrantski Raggamuffin – Kemenyek a fenyek (Essay, 2009)
9. MESAJAH: Polska Rootz (VA) – Moc slowa (Eastblok, 2009)
10. VAVAMUFFIN: Polska Rootz (VA) – Sekta (Eastblok, 2009)
11. AHILEA: Cafe Svetlana – Spiritus Tango (Essay, 2009)
12. OMFO: Omnipresence – Typsy djinn (Essay, 2009)

Sonntag, 7. Juni 2009

LJUBOJNA in E-Werk 6.06.2009







Es war ein tolles Konzert, leider hat man nicht zu viel Werbung gemacht. Keine Flyers, Plakate, etc. Noch ein paar Dutzend Besucher hätte man sicher gebraucht.

Donnerstag, 4. Juni 2009

LJUBOJNA in Freiburg

Am Samstag 6 Juni in E-Werk Freiburg

Skopje – Freiburg 009

Zeitgenössische Kunst und Musik aus Mazedonien
Das Projekt „Skopje – Freiburg 009“ besteht aus zwei Veranstaltungen. Am Donnerstag, den 04. Juni 2009 um 19.00 Uhr findet eine Ausstellung zweier junger Künstler aus Mazedonien, Ilija Prokopiev und Velimir Zernovski, im Studio des E-Werks und am Samstag, den 06. Juni 2009 um 20.30 im Kammertheater ein Konzert der mazedonischen Band Ljubojna statt. Ziel des Projekts ist die mazedonische Kultur und das Land in ihrer Vielfalt vorzustellen, wie auch Kontakte zwischen mazedonischen und deutschen Künstlern zu knüpfen.

Konzert
Sa 06.06. 20.30h Kammertheater



LJUBOJNA
Ethnojazz aus Mazedonien

“Vera - die Nachtigall” - so nennen die Kritiker scherzhaft die Sängerin der mazedonischen Band Ljubojna, die seit sieben Jahren mit Leidenschaft an ihrer Musik arbeitet. Ljubojna ist ein Wortspiel aus “ljubov”, was so viel wie Liebe bedeutet und “boj”, der mazedonische Ausdruck für Kampf. Die Musik der Band, die vor allem durch Ethno- und die traditionelle mazedonische Musik geprägt ist, mischt mit Vorliebe erstaunliche neue Elemente und Klänge dazu, so dass auf Seiten der Kritiker das Lob ensteht, sie sei “Die mazedonische Musik des 21. Jahrhunderts.” Die Idee der Band ist, Musik als universelle Sprache zu verstehen. Ihre Musik ist zutiefst europäisch aber sie trägt beeindruckende osteuropäische Elemente in sich, woraus eine extravagante Mischung entsteht.
Die Band hat bisher 2 Alben veröffentlicht: P.S.O (2005) und Macedonia Fresh (2008).


Mehr zur Veranstaltung gibt's hier & LJUBOJNA auf MySpace

Dienstag, 13. Mai 2008

Princes Amongst Men: journeys with gypsy musicians


Noch eine Balkan-Kompilation, diesmal als Buchbegleitung. Der neuseeländische Journalist Garth Cartwright hat in seinem Buch “Princes Amongst Men” von seiner atemberaubenden Odyssee durch Serbien, Mazedonien, Rumänien und Bulgarien erzählt. Im englischsprachigen Raum erschien das Buch im November 2005. Jetzt ist die Zeit für eine deutsche Übersetzung gekommen. Sie erscheint im Hannibal-Verlag im Juni diesen Jahres unter dem Titel „Balkanblues und Blaskapellen“.
Der Soundtrack zu diesem Musikabenteuer – die von Garth Cartwright persönlich kompilierte CD “Princes Amongst Men“ – veröffentlichte direkt zur Buchpräsentation das Berliner Label „Asphalt Tango Records“. Musiker wie Šaban Bajramovic, Fanfare Ciocarlia, Rom Bengale, KAL, Taraf de Haidouks, Esma Redžepova, Kocani Orkestar u.v.a. geben sich auf diesem Album die Ehre. Die CD wird ab 6. Juni in gutsortierten Fachgeschäften zu kaufen sein. Für ganz Eilige steht der Silberling bereits ab 16. Mai im Online-Shop von „Asphalt Tango“, man kann sie aber schon jetzt bei „Amazon“ vorbestellen.
Meine persönliche Meinung dazu - die CD ist nicht besser und nicht schlechter als ihre Vorgänger - andere Balkan-Kompilationen, die in den letzten 5-8 Jahren hier und dort immer wieder erschienen sind. Da die Namen auf diesem Sampler allen, die sich mit dem Thema auf minimalste Weise beschäftigt haben, bekannt sind, taucht sogleich eine Frage auf - womit sollte man als Einsteiger besser anfangen, mit dem Buch oder doch lieber mit dieser CD?



Trackliste:
1. Sudahan - Cocek Shutka 3:15
2. Ekrem - Molitva 4:27
3. Fulgerica - Briu de la Craiova 2:00
4. Romica Puceanu - Unde o-fie puiul de aseara 3:51
5. Fanfare Ciocarlia & D. Armeanca - Kan Marau La 4:32
6. Kal - Boro Boro 3:25
7. Jony Iliev - Godzila 4:59
8. Ferus Mustafov - Revisko Oro 1:42
9. Saban Bajramovic - I Bar Val Pudela 2:30
10. Sofi Marinova - Daniova mama 6:53
11. Kočani Orkestar - Sunet Oro 5:40
12. Esma Redzepova - Nahtareja Mo Ilo Panljan 2:30
13. Rom Bengale - Disko Gitane 2:51
14. Dzansever - Ce Aysunu 5:58
15. Toni Iordache - Ca la Breaza 2:34
16. Boril Iliev - Gaida Cocek 3:37
17. Taraf de Haidouks - Rustem 1:54
18. Boban Markovic - Disko Dzumbus 3:50

Freitag, 27. Juli 2007

Sommer ist Festivalzeit, nicht nur in Deutschland. In Osteuropa ist auch so viel los, was besonders hier im deutschen Südwesten bewusst oder auch unbewusst ignoriert wird. So zum Beispiel schrieb der Freiburger „Sonntag“ oder die „Badische Zeitung“ über das Festival in Roskilde als das größte in Europa, wobei schon seit Jahren diesen Titel das ungarische Sziget Festival hält, das mit seinen 369 000 Besucher im vorigen Jahr gegenüber 79 000 in Dänemark fast fünf Mal so groß ist. Oder zum polnischen Przystanek Woodstock (Haltestele Woodstock) das sich als das größte "Umsonst & Draussen" Festival in Europa präsentiert, zu dem im Jahr 2004 400 000 Gäste kamen. Aber unsere Dreyeckland ist, wie die Russen sagen, „ein Bäreneck“, was die Länder Mittel- und Osteuropas betrifft, die neuen EU-Länder inklusive! In Wrocław war ich nur eine Woche und war tief beeindruckt von der Vielfalt des sommerlichen Kulturangebots. Okay, die Stadt ist drei Mal größer als Freiburg, und logischerweise sollte es dreimal mehr Kultur geben als in Freiburg... Es ist aber zehn mal mehr, ohne Witz!

Zum Beispiel das BRAVE FESTIVAL, das zum dritten Mal vom 7.-14. Juli stattfand. Seine Anfänge liegen im Theater. Die Polen sind genauso theaterverrückt wie die Engländer und die Idee eines Theaterfests ist somit logisch. Es ist aber viel mehr geworden und das beweist auch das Programm. Warum eigentlich BRAVE?

Weil “the Brave Festival – the festival of brave people, people who speak about where they come from, what their values are and what their tradition and spirituality is. A festival not about works of art, but about art through which it is possible to save and protect thousands of forgotten, abandoned and forlorn cultures and people…A festival of people who do not accept the models promoted by mass culture, people searching for the deepest possible sources of inspiration – the inner one. Sensitive and tolerant people who are not afraid to extend their sensitivity” ist das Motto dieses Fests, wo verschiedene Kulturen und Künste aufeinandertreffen.

Ich war bei dem Konzert von BISTRI VODI (Die Schnellen Gewässern), die traditionelle Musik aus Mazedonien präsentierten. Ein richtig stimmungsvoller Auftritt von einem großartigen Kollektiv, nur die Athmosphäre war ein bisschen akademisch. Es fand in einer ehemaligen Kirche statt, in kościół św. Katarzyny_ die in ein Konzertsall umprofiliert wurde. Vielleicht das war der Grund, aber viel mehr ich denke, wenn die Musiker nicht immer gesessen hätten, wäre es toller geworden, und da nervte noch ein älterer Mann, der stand vor der Bühne und erzählte immer wieder mit einer Dolmetscherin über die mazedonischen Musikinstrumente und mazedonische Folklore... Wozu? Könnten die Musiker es selbst nicht tun? Auf jeden Fall könnte man auch zu dieser Musik gut tanzen und das machten in den hinteren Reihen die Fans von Balkanmusik.

Das zweite große Erlebnis war das SLOT ART FESTIVAL in Lubiąż, das ist nur ein Dutzend Kilometer von Wrocław entfernt und ist eine Art D.I.Y. Festival, deren Teilnehmer der Freiburger Bürgermeister Solomon bei uns letztes Jahr verhaften ließ. SLOT anscheinend genannt nach dem englischen Slot, bekannt aus der Computer- oder Luftfahrtsprache. Was interessant ist, denn in der polnischen Sprache „Lot“ bedeutet der Flug. Der Sammelflugplatz befindet sich seit Jahren auf dem Terrain des prachtvollen Kloster aus dem 17. Jahrhundert. Derzeit gehört das Ganze einer Stiftung, die durch verschiedene kulturelle Aktivitäten versucht das Barockensembele zu renovieren. Einer dieser Aktivitäten ist das SLOT FESTIVAL, das jedem erlaubt, viel mehr als nur Zuschauer zu sein. Jeder, der sich rechtzeitig anmeldet, kann einen Workshop, bzw. ein Seminar registrieren und durchführen (interessanter Weise heißt im Polnischen Workshop „Warsztat“!). Es gab in diesem Jahr 121 verschiedene Warsztaten und 14 Seminare, von ganz gewöhnlichem Jonglieren oder Didgeridoo bis zu „English Metaphysical Poetry“ oder „Introducting in Modern Art“. Natürlich fehlte es nicht an einem musikalischen Begleitprogramm auf 6 Bühnen.

Am Freitag, den 14. Juni, als ich dort war, spielten auf der großen Bühne im Kloster-Innenhof drei polnische Bands: FULL POWER SPIRIT, ME MYSELF AND I, und FISZ EMADE TWORZYWO. Als die noch jungen Hip-Hopers FULL POWER SPIRIT anfingen, war es noch recht hell und man konnte im Hintergrund das schöne alte Kloster bewundern. Das passte auch zu ihrem Stil, der von Manchen als Katolischer Hip-Hop bezeichnet wird. Auf jedem Fall fanden sie ihre Fans und spielten sogar ein paar Zugaben.

ME MYSELF AND I heißt das TRIO von Magdalena Pasierska, Zgas und Michael Majeran. Die drei Vokalakrobaten sind vor einem Jahr noch als Workshoporganisatoren bei SLOT gewesen, inzwischen wurden sie von der Musikbranche entdeckt und schrieben sogar einen Hit, der als Werbespot eines polnischen Mobilfunkanbieters recht populär geworden ist. Für viele Gäste wurde gerade ME MYSELF AND I zum echten Höhepunkt des Abends, und nach drei, vier Liedern versteht man auch warum!

Und zum Schluss kam FISZ mit seinem Kombattanten EMADE (bitte auf deutsche Weise lesen) samt Band TWORZYWO. Sie waren der eigentliche Grund für diesen Ausflug nach Lubiąż! Ich kenne die Musik von Fisz schon seit seinem zweiten Soloalbum „Na Wylot“ (2001) und jede neue Platte von ihm ist ein Ereignis in der Welt des polnischen Hip-Hops. Zwar ist die kräftige Mischung aus alternativem Rock, Raggey und Sprechgesang schwerlich als Hip-Hop zu bezeichnen, trotzdem habe ich auf jeden Fall bekommen, was ich wollte. Alle Hits von Fisz Live unter freiem Himmel, und wenn ich auch nicht viel von den Texten verstehen konnte, war es ein Superkonzert.


Wer weiß, vielleicht fahre ich nächstes Jahr wieder nach Polen, nach Wrocław, und auch im Juli, weil es bleibt noch ein Filmfestival übrig, dem ich noch nicht meine Aufmerksamkeit schenken konnte. Es heißt ERA NOWE HORYZONTY und läuft noch bis Sonntag, den 29. Juli in Wrozlaw. Außer dem Wettbewerb und buntem internationalen Programm, z.B. Australisches Kino und einer Fellini-Retrospektive, wird dort auch eine Auswahl an aktuellen, polnischen Filmen (auch Kurzfilmen) gezeigt. Ein Programm zum 50-jährigen Bestehen der polnischen Filmschule und eine Hommage an Zbigniew Cybulski – Ikone des Polnischen Kinos der 50er –60er Jahre. Als ich die schöne Stadt Wroclaw verließ, fuhr mein Zug nach Zgorcelec/Görlitz gerade von dem Bahnsteig ab, wo der polnische James Dean – Cybulski – seinen letzten Schritt zur Ewigkeit gemacht hat. Das war im Januar 1967, ist aber schon eine andere Geschichte.


Freitag, 20. Juli 2007

16. July - Midsummer Music

1. BUMBOKS – Trymaj (thx to fdr.com.ua)
2. GIPSY.CZ: Romano Hip-Hop – Jednou (Indies Records, 2006)
3. HLADNO PIVO: Knjiga Žalbe – Konobar (Menart Records, 2007)
4. LITTLE COW aka KISTEHÉN TANCZENEKAR: I’m In Love With Every Lady – Virágok a réten (Eastblok, 2007)
5. BALKAN BEAT BOX: Nu Med – Joro Boro (Crammed, 2007)
6. NEFRE: Sluchaj – Sluchaj nas (UMC Records, 2007)7.
8. VOPLI VIDOPLYASOVA: Buly Den’ki – Pisen’ka (Krajina Mrij, 2006)
9. ESMA REDZEPOVA: Gypsy Carpet – Tu me, duj dzene (Network Medien, 2007)
10. DDT: Prekrasnaja Ljubov’ – Tsyganochka (Navigator Records, 2007)
11. Sevdalinka, Sarajevo Love Songs: JADRANKA STOJAKOVIC FEAT. MIROSLAV TADIC – Kad ja podem na Bendbasu (Piranha Musik, 2007)
12. SHANTEL: King Of Balkan Pop EP – Fige ki ase mi (EssayRecordings, 2007)
13. STELSI: Tam – SSSR (Stelsi, 2005)
14. TRABAND: Přitel Človĕka - Dej mi, Bože, dobrou ženu (Indies, 2007)
15. TRANSYLVANIANS: Fel Es Egesz – Füstbe ment terv (Westpark, 2007)
16. GIPSY.CZ: Romano Hip-Hop – Mulin (Indies Records, 2006)
17. TRABAND: Přitel Človĕka - Tichý muž (Indies, 2007)
18. ESMA REDZEPOVA: Gypsy Carpet – Tut Ka Pajravan (Network Medien, 2007)