Sonntag, 30. Dezember 2007

Silvester im Josfritz!

Nachdem ihr alles verschossen und verpulvert haben, schaut mal vorbei.
Zum ersten Mal eine mOsten-Party an Silvester!
Ein Begrüßungssekt wird bereits gekühlt auf euch warten.
Einen guten Rutsch ins Neuen Jahr!!!



Das JOSFRITZCAFE ist ab 22:00 geöffnet
Freiburg, Wilhelmstrasse 15/1, Spechtpassage

Freitag, 28. Dezember 2007

Ukrainische Musik geschenkt!

Seit 2 Jahren stelle ich für ein ukrainisches Musikforum Kompilationen unter dem Namen “Слухай Своє! / Hör deins zu!” zusammen. Es sind Sampler mit Liedern verschiedener Stile und Richtungen der heutigen ukrainischen Musikszene, Pop, Rock, Ethno, Elektro, Folk, Jazz etc., Mainstream, aber auch Alternatives. Kurz, was die Musiker selber für radiotauglich halten und auch mal gerne frei auf ihren Webseiten oder Myspace anbieten.
Zunächst dachte ich an die große ukrainische Diaspora, um ihr die aktuelle Musik aus der Heimat besser zugänglich zu machen, aber inzwischen sind die Sampler auch in der Ukraine bekannt geworden.


Hier gibt es also die Kompilation Nummer 9 für den Winter 2007/2008, insgesamt 30 Lieder, 108:44 Minuten, 212 Mb in mp3 256 kbps Format.
Vielleicht findet der eine oder andere darunter etwas Interessantes für sich.

Tracklist in lateinischer Schrift:
1. YURCASH - Jolochka zazhgys'! (3:40)
2. SIRYK BAND - Zyma (3:17)
3. HORLYCJA - Koljadka (3:15)
4. FLAYZZZA - Oj, jak ja ljublju ci hory (3:39)
5. MAKSYMA - Zhyvi ta zdorovi (3:42)
6. KLOOCH - Pershyj raz (3:19)
7. NAMELESS - Desjat' halychan (2:45)
8. VITALIJ KOZLOVS''KYJ - Znajesh (3:34)
9. ROSA MARENA - Sonce (4:18)
10. VADYM VARYNCHUK - Tanci (2:54)
11. &REW - Nu j shho zh ce ty, bejba (3:19)
12. VOMBAD - V nebesa (3:04)
13. VITA BREVIS - Doroga v nebesa (3:58)
14. TANOK NA MAJDANI KONGO - Plyve choven (2:28)
15. VYTIVKY - TraNvaj (3:44)
16. OLEKSANDR SHUL'HIN - Tak chy ni (3:43)
17. HAJDAMAKY - Efir (4:33)
18. ZORJANA - Tikaj (3:04)
19. CHUKARAME - Schastja nema (4:19)
20. OT VINTA - Shuruj (4:13)
21. PROPALA GRAMOTA - Plich-o-plich (4:15)
22. SANDY - Ljublju tebe (2:24)
23. INKANABULA - Narodna (3:39)
24. KONTRABAS - Podorizhzhja od Poltavy (3:17)
25. TETJANA KREPAK - Tepla zyma (3:42)
26. STELSI - Pozytyv (3:26)
27. PAN PUPEC - Bajdarka (3:04)
28. TRYCHI - Oijjaola (2:56)
29. ABY MC - Ni by to ni (3:40)
30. QZZAARGH - Oj jak zhe bulo izprezhdy vika (7:33)

Die Links:
Teil Eins
Teil Zwei
Teil Drei

Einen guten Rutsch ins Neue Jahr! Euch allen viel Glück! З Новим Роком! Хай щастить вам люди добрі!

Montag, 24. Dezember 2007

Neues und Gutes zum Jahreswechsel

1. RUSLANA: Dobryj Vechir, Tobi… - Dobryj vechir (Dmytro Tsyperdjuk version) (Comp Music, 2003)
2. SHANTEL: Disko Partizani – Disko boy (Essay Recordings, 2007)
3. SHANTEL vs. RONA HARTNER & DJ CLICK: Auf Der Anderen Seite. Original Film Score – Inel inel de aur – Bucovina dub (Essay Recordings, 2007)
4. SHANTEL feat. BINDER & KRIGLSTEIN: Auf Der Anderen Seite. Original Film Score – Pientos – Bucovina dub (Essay Recordings, 2007)
5. PREKMURSKI KAVBOJCI: Fuer Dich – Atasado (Suisa, 2007)
6. PREKMURSKI KAVBOJCI: Fuer Dich – Ride the punami (Suisa, 2007)
7. WATCHA CLAN: Diaspora Hi-Fi A Miditerranean Caravan – Balkan Qoulou (Piranha, 2008)
8. MA VALISE: Maya Yé ! – Felicia ! (Ma Valise, 2007)
9. MA VALISE: Maya Yé ! – Ceasornicul (Ma Valise, 2007)
10. GIPSY C.Z.: Romano Hip-Hop – Romano hip-hop (Indies Scope, 2006)
11. ZVA 12-28 BAND: Za fúzy ma poťahaj – Ani z voza, ani na voz (Indies Scope, 2007)
12. GUSTAFI: FF – Marija se pariceva (Dancing Bear, 2006)
13. RUSLANA: Dobryj Vechir, Tobi… - Dobryj vechir (Original version) (Comp Music, 2003)

Ukrainische Weihnachten steht noch bevor, ein traditionelles Koljadka-Lied, gesungen von Ruslana, gibt's aber schon heute.


Guten Abend dem Hausherren, freue Dich!
Oh, freue dich, Erde, der Sohn Gottes ist geboren!

Oh, aus Bethlehem kommt die Nachricht, freue Dich!
Oh, freue dich, Erde, der Sohn Gottes ist geboren!

Die Jungfrau Maria hat dort ein Sohn geboren, freue Dich!
Oh, freue dich, die Erde, der Sohn Gottes ist geboren!

Aus Prophezeiungen der Propheten aus uralten Zeiten, freue Dich!
Oh, freue dich, Erde, der Sohn Gottes ist geboren!

Er bringt Erlösung allen Herzen, die glauben, freue Dich!
Oh, freue dich, Erde, der Sohn Gottes ist geboren!
Der Sohn Gottes ist geboren!

Freitag, 21. Dezember 2007

KOBIETY vom Ostseestrand

KOBIETY (dt. „Frauen“) ist eine Band aus der Ostseestädtchenkette: Gdańsk, Gdynia & Sopot, oder wie man es in Polen sagt Trójmiasto (dt. Dreistadt) und entstand 1999 auf Initiative von Grzegorz Nawrocki. Die Musik wird oft als eine Mischung aus Rockavantgarde und Popmusik beschrieben. Im Jahr 2000 nahm die Band ihr erstes Album „Kobiety“ (Biodro Records) auf, das sowohl von den Musikhörern als auch von der Kritik warm aufgenommen wurde. Zum Jahreswechsel 2003/2004 erschien das zweite Album "Pozwól sobie" (dt. „Erlaube dir“), es wurde von dem dreistädtischen Label Mandarinka gemacht.


Am 7. Mai 2007 präsentierte „Kobiety“ ihr drittes Album „Amnestia“. Die Platte wurde mit Ungeduld erwartet und nicht umsonst – die altbewährte Mischung aus Kobiety-typischen Texten, mehrstimmigem Gesang und origineller elektro-akustischer Musikbegleitung funktionierte auch dieses Mal.

Im Laufe der Zeit spielten in der Band viele bedeutende Musiker der polnischen Szene, unter anderem Ania Lasocka (Sängerin, Bassgitarristin und Autorin von ein paar wichtigen Liedern der Band), Przemek Momot (Perkussion), Jacek Lachowicz (Keyboards), Krzysztof Topolski (Perkussion).

Jetzt sind „Kobety“:
Grzegorz Nawrocki – Vokal, Gitarre
Nela Gzowska - Bassgitarre
Karol Pawlowski - Perkussion
Paweł Nowicki - Vibraphon, Keyboards
Wie man sieht, es gibt nur eine Frau darunter, die mit der Bassgitarre.



Tracklist:
1. Amor amor (3.56)
2. Pink pigułka (3.41)
3. Pif paf (3.42)
4. Wilkołak (3.44)
5. Bi automat (3.42)
6. Dr Radek (4.26)
7. Amnestia (3.16)
8. Promień (3.30)
9. Dżuma (4.45)
10. Bingo bang (6.00)
11. Znosi mnie (3.54)

Total: 44:37

Montag, 17. Dezember 2007

Meine Auswahl des Jahres 2007 Teil II

1. EMIR KUSTURICA & NO SMOKING ORCHESTR: Time Of The Gypsies – Djilaben rromalen (Decca, 2007)
2. OGNEOPASNORKESTR: 01 – Torchok (Ogneopasnorkestr, 2007)
3. KOBIETY: Amnestia – Pif paf (Biodro, 2007)
4. ZAKOPOWER: Na Siedem – Na siedem (Kayax, 2007)
5. UNITY: Unity – Rytmy srdce (Indies Scope, 2007)
6. LYAPIS TRUBETSKOY: Kapital – Kapital (Deti Solntsa, 2007)
7. PUDELSI: Zen – Bliznjaki (Warner Music Poland, 2007)
8. GAETANO FABRI Remixes: Nuite Tsigane – BALKAN BEAT BOX – Adir Adirim (Crammed Discs, 2007)
9. BOBAN I MARKO MARKOVIĆ ORKESTAR: Go Marko Go! – Pijem (Piranha, 2007)
10. FLAYZZA: Ukrajins’ka Herojichna Pisnja – Oj, jak ljublju ci nashi hory (Krajina Mrij, 2007)
11. JAROMÍR 99 & THE BOMBERS: Jaromír & The Bombers - Tak jo (Indies Scope, 2007)

Und ein lustiges Video zu "KOBIETY's" Lied "Pif Paf" aus ihrem aktuellen Album "Amnestia".

Morgen kommen ein paar Zeilen mehr zu dieser, meiner Meinung nach, sehr interessanten Band von der polnischen Ostseeküste.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Als Pink Floyd verboten wurde.

Dieses Zeitdokument aus dem Jahr 1985 fand ich im russischsprachigen Teil des WWW. Man schreibt also den 10.01.1985. Tschernenko, der damalige Sowjetleader hatte noch 2 Monate zu leben, er starb am 10.03.1985 und nach ihm kam Gorbatschow und beendete diese Altersdemenz. Gerade Tschernenkos Zeit von Februar 1984 bis März 1985 war die schwärzeste überhaupt für die Rockmusik in der damaligen UdSSR. Nicht nur die einheimischen Musiker haben gelitten, sondern, wenn auch indirekt, die westlichen. Hier könnt ihr die Liste der verbotenen Bands lesen, samt ihrer inkriminierten Sünden, aus der Stadt Nikolajew/Mykolajiw (eine ukrainische Großstadt am Schwarzen Meer).



Anhang zum Brief vom 10. Januar 1985

Proletarier aller Länder vereinigt euch! Der Leninistisch-kommunistischer Allunionsverband der Jugend
Das Nikolajewer Gebietskomitee des LKAllUV der Ukraine
Für eine Nutzung zu Dienstzwecken den Sekretären der Stadt- und Bezirkskomittes des LKAllUV.

Wir schicken hiermit eine Musterliste ausländischer Musikgruppen und Interpreten, in deren Repertoire ideologisch schädliche Werke enthalten sind sowie eine Liste der registrierten Vokal-Instrumentalen Ensembles der UdSSR.

Wir empfehlen diese Informationen für eine Verstärkung der Kontrolle von Diskothekenaktivitäten zu verwenden.

Es ist notwendig, alle Vokal-Instrumentalen Ensembles und Diskotheken diese Information zukommen zu lassen.

Vorsitzender der Gebietskomitees des Komsomols P.Grischin

Musterliste der ausländischen Musikgruppen und Interpreten, in deren Repertoire sich ideologisch schädliche Werke befinden.

Der Name der Band - Was sie propagiert

1. Sex Pistols - Punk, Gewalt
2. B-52’s - Punk, Gewalt
3. Madness - Punk, Gewalt
4. Clash - Punk, Gewalt
5. Stranglers - Punk, Gewalt
6. KISS - Neofaschismus, Punk, Gewalt
7. Krokus - Gewalt, Kult einer starken Persönlichkeit
8. Styx - Gewalt, Vandalismus
9. Iron Maiden - Gewalt, religiöser Obskurantismus
10. Judas Priest - Antikommunismus, Rassismus
11. AC/DC - Neofaschismus, Rassismus
12. Black Sabbath - Gewalt, religiöser Obskurantismus
13. Sparks - Neofaschismus, Rassismus
14. Alice Cooper - Gewalt, Vandalismus
15. Nazareth - Gewalt, Gewalt, religiöser Mystizismus, Sadismus
16. Scorpions - Gewalt
17. Dschinghis Khan - Antikommunismus, Nationalismus
18. UFO - Gewalt
19. Pink Floyd (1983)- Verdrehte Darstellung der Außenpolitik der UdSSR („Agression der UdSSR in Afganistan)
20. Talking Heads - Mythos von der sowjetischen militärischen Bedrohung
21. Perron (anscheinend Cerrone)- Erotismus
22. Bohannon (anscheinend Hamilton Bohannon)– Erotismus
23. Orininginels (anscheinend The Originals)- Sex
24. Danna Summer - Erotismus
25. Tina Turner - Sex
26. Junior English - Sex
27. Canned Heat - Homosexualismus
28. Manish Machine – Erotismus
29. Ramones - Punk
30. Van Halen - Antisowjetische Propaganda
31. Julio Iglesias - Neofaschismus
32. Yazoo – Punk, Gewalt
33. Depeche Mode – Punk, Gewalt
34. Village People – Gewalt
35. 10 CC – Neofaschismus
36. Stooges – Gewalt
37. Boys – Punk, Gewalt
38. Blondie – Punk, Gewalt

„STIMMT“ – Leiter der allgemeinen Abteilung des Gebietskomitees des Komsomols E.Prjazhiskaja


Am Ende bleibt nur die Frage, was machen diese Komsomolzen jetzt?
KISS - der Albtraum alle Komsomolzen - ,zum Beispiel, spielen immer noch ab und zu.



Montag, 10. Dezember 2007

Meine Auswahl des Jahres 2007 Teil I

1. LITTLE COW (aka KISTEHÉN TÁNCZENEKÁR): I’m In Love With Every Lady – Cyber boy (Eastblok Music, 2007)
2. ZDOB SI ZDUB: Ethnomecanica – Paint it black (Cuibul SRM, 2006)
3. DELADAP! Feat. GIPSY.CZ: So Shunes (EP) – So Shunes (Radio Edit) (Chatchapeau, 2007)
4. GORAN BREGOVIC: Karmen With A Happy End – Gas gas (Mercury, 2007)
5. MASALA SOUNDSYSTEM: Obywatele IV Swiata – Obywatele IV swiata (Open Sources, 2007)
6. FANFARE CIACARLIA: Queens & Kings – Born to be wild (Asphalt Tango, 2007)
7. T.I.K.: LeteraDura – AlkoHolizm (Moon Records, 2007)
8. GOGOL BORDELLO: Super Taranta – Wunderlust King (Side One Dummy, 2007)
9. SHANTEL: Disco Partizani – Fige Ki Ase Me (Essay Recordings, 2007)
10. CRVENA JABUKA: Duša Sarajeva – Duj duj duj (Croatia Records, 2007)
11. SHUKAR COLLECTIVE: Rromatek – Ragga mama (Eastblok Music, 2007)
12. LENINGRAD: Avrora – Muzyka dlja muzhika (Leningrad, 2007)

Und noch dazu ein schönes Video "Wunderlust King" aus GOGOL BORDELLO's neuem Album "Super Taranta"
Genauso wie bei SLAVONIC DANCES - quer durch Länder und 
Musikstile!


Samstag, 8. Dezember 2007

JAROMIR 99 & THE BOMBERS - Ein Gepräch

Vor einiger Zeit habe ich versprochen, etwas über die neue Band aus Tschecheen JAROMIR 99
& THE BOMBERS
 zu schreiben. Hier ist ein Promointerview von dem Brünner Label "Indies Scope". Ganz unten sind die Umschläge der drei Folgen des Comics über 
Alois Nebel. Mehr über das Comics und sein Hauptheld kann man  hier erfahren.
Insgesamt gibt es drei Folgen: Alois Nebel 1 -  "Der weiße Bach" (2003),
Alois Nebel 2 - "Der Hauptbahnhof" (2004) und Alois Nebel 3 - "Das Goldene Gebirge" (2005),
die vierte Band "Auf der Strecke" erscheint bald in dem tschechischen Verlag Labirint.

Jaromír 99 Švejdík -Gitarre, Vocal
Jaroslav Rudiš - Keyboards
Joa Kater -Gitarre, Vocal


Wie eigentlich entstand die Band „The Bombers“?
„The Bombers“ wurden im Jahr 2007 während der Ausstellungen und Vernissagen des Komikers Alois Nebel geboren. Wir fühlten ein Bedürfnis, diese Aktionen mit etwas zu beleben. Zunächst spielten wir ein paar Lieder von UMAKART, dann aber hatte Jaromir auf einmal angefangen, neue Texte zu schreiben, wenn er sich vom Zeichnen des Comics Bomber entspannte. Wir sind eine Comicband. Es geht uns nicht so sehr um die Form als um den Inhalt, scharfe Striche, das Spiel mit Übertreibungen. Und für einige von uns geht es auch darum, das Rockerleben ein wenig zu genießen.

Sind „The Bombers“ eine Band aus Freunden oder ist Jaromir 99 ein Leader, der über das Ganze herrscht?
Jaromir ist der Leader, auch wenn es manchmal bei den Konzerten nicht so aussieht, weil unser Gitarrist Joa eine natürliche Neigung hat, die Initiative zu übernehem. Nicht umsonst ist er unser Manager. In Übrigen sind wir große Freunde, denen es gefällt zusammen zu sein und wir möchten das genießen.

Der Name von Jaromír Švejdík ist mit der Bands PRIESSNITZ und UMAKART verbunden, wodurch also unterscheiden sich THE BOMBERS?
Darin, dass das keine Musikerband ist. Wir achten viel mehr aufs Image, als es bei tschechischen Bands üblich ist. Manchmal fliegt uns der Rhythmus davon oder die Akkorde stimmen nicht. Aber wir spielen um des Spasses willen. Wir lassen uns von der nördlichen Fanilienmusik inspirieren. Die Musik sehen wir als Entspannung.

Sind die Lieder auf dem Album von Comics inspiriert oder lassen sich auch andere Inspirationsquellen finden?
Das Album „The Bombers“ entstand als Soundtrack zum Comic „Bomber“, der gerade bei unserem tschechischen Verlag „Labyrint“ erscheint. Wir lassen uns von Allem inspirieren: von Kneipen, Bands von myspace.com, Volksmusik, Blasmusik, von Folk, Country, von Hip-Hop , TV-serien, von Filmen , Literatur, aber am meisten wohl von Comics. Nichts begrenzt uns in unserer Inspiration. Beim Spielen, vielleicht doch. Wir überwinden das aber mit Enthusiasmus und Einsatz.

THE BOMBERS haben ein ganz anderen Sound gegenüber PRIESSNITZ und UMAKART, sind auch die Lieder ganz anders als bei den genannten Bands?
THE BOMBERS sind das Gegenteil von UMAKART, die städtisch kalt und vom Ton her ziseliert waren. THE BOMBERS sind spontaner, mit einem schlechtem, schmutzigem Sound. PRIESSNITZ ist eine gewöhnliche Konzertband, Lebensunterhalt und fast eine Familie. THE BOMBERS und UMAKART sind zeitlich begrenzte Projekte.

Jaroslav Rudiš ist in erster Linie als ein Schriftsteller und Drehbuchautor bekannt. Spielte er vor THE BOMBERS in einer anderen Musikband?
Von Zeit zu Zeit tritt Jára Rudiš während seiner Lesungen auf zusammen mit der von Legenden umgarnten Band U-BAHN, die literarischen Punk spielt. In THE BOMBERS lernte er ein bisschen Keyboard zu spielen. Aber, ehrlich gesagt, nur ein bisschen.

Wie wird die Albumpräsentation aussehen? Und wie oft habt ihr Konzerte zu spielen?
Wir haben schon die Auftritte in München und in Stockholm hinter uns und es wurde überraschend gut aufgenommen. Wir haben aber verstanden, dass wir noch mehr Härte brauchen. Es ist also gut möglich, dass wir bei den Liveauftritten noch ein Bass und Schlagzeug haben werden. Und wenn nicht, dann wenigstens Vozembouch. Ende November bereiten wir eine kleine Café-Tour vor. Wir würden aber hauptsächlich im Ausland auftreten. Wir haben das Gefühl, dass dort die Menschen uns mehr verstehen.
(Vozembouch, ein mittelalterliches Volksmusikinstrument, eine Art Stab mit einer Seite und einer Rassel. Dessen Weiterentwicklung war das Trumscheit.)

Alois Nebel 1 - "Der weiße Bach" (2003)


Alois Nebel 2 - "Der Hauptbahnhof" (2004)


Alois Nebel 3 - "Das Goldene Gebirge" (2005)

Donnerstag, 6. Dezember 2007

mOsten-Party am 15.12.

Am 15. Dezember seid ihr alle herzlich eingeladen zur mOsten-Party!!! Die letzte im Jahr 2007... Zwar ist jetzt Alkoholverbot in der Stadtmitte, bei uns 
jedoch gibt es einen Begrüßungswodka, nur nicht vergessen sich an der Theke zu melden...



Ansonsten gibt's wie immer Musik von der Ostsee bis zur Adria und vom Schwarzen Meer bis zum Schwarzwald!
Der Eintritt ist natürlich auch  frei, ЗАХОДЬТЕ, also!
Willkommen!!

Montag, 3. Dezember 2007

Musik aus der Ukraine

1. JURIJ HNATKOVSKI & JULIJA LORD: Snizhnist’ – Mykolaj krokuje do nas (mecenat.com.ua 2006)
2. JURIJ HNATKOVSKI & JULIJA LORD: Snizhnist’ – Bilym zamelo ves’ svit (mecenat.com.ua 2006)
3. Ukrajins’ka Herojichna Pisnja SP: TANOK NA MAJDANI KONGO – Plyve choven (Krajina Mrij, 2007, thx to fdr.com.ua)
4. Ukrajins’ka Herojichna Pisnja SP: FLAJZZZA – Oj, jak ljublju ci nashi hory (Krajina Mrij, 2007, thx to fdr.com.ua)
5. Ukrajins’ka Herojichna Pisnja SP: KHVYLJU TRYMAJ – Ja sjohodni vid vas vidjizhaju (Krajina Mrij, 2007, thx to fdr.com.ua)
6. THE YURCASH: Oj – Patriot (CompMusic, 2006)
7. THE YURCASH – Menuety (2007, thx to fdr.com.ua)
8. INNESA: Gerdan, Novyj Zvuk Etnichnoji Ukrajiny – Sonce (CompMusic, 2007)
9. INNESA: Gerdan, Novyj Zvuk Etnichnoji Ukrajiny – Chycheri (CompMusic, 2007)
10. INNESA: Gerdan, Novyj Zvuk Etnichnoji Ukrajiny – Besarabka (CompMusic, 2007)
11. VOHNESMIKH: KRAJINA U – Diva Ohnevycja (UkrMusic, 2007)
12. TANOK NA MAJDANI KONGO - Mushu jty (2007, thx to fdr.com.ua)
13. KHORTA – Ivo Bobul (2007, thx to fdr.com.ua)
14. T.I.K.: LiteraDura – Oleni (Moon Records, 2007)
15. PERKALABA: Hovoryt’ Ivano-Frankivs’k - Marsh zvidsy (Taras Bulba Entertainment, 2007)

und noch dazu ein aktuelles Video zum Lied "Menuety" (Menuetten) von THE YURCASH

Freitag, 30. November 2007

Neues von MA VALISE

Meine Freunde von MA VALISE aus Nantes haben jetzt ihr neues Album rausgebracht! Es ist das dritte und heißt „MAYA YE!“, was ungefähr „Ciao“ bedeuten soll. Wieder gibt es eine kräftige World-Mischung aus Chanson, Reggae, Balkan, Latin und Afrorhythmen. Zwei Mal waren sie schon in Freiburg und zwei Mal gab’s tolle Auftritte, die viel länger dauerten , als eigentlich geplant. Leider schaffte ich es nicht zur Präsentation am 16. und 17. November, da sowohl die deutschen als auch die französischen Eisenbahner streikten...

Die CD beinhaltet 14 Lieder, ein Teil davon ist mir schon von Live-Auftritten gut bekannt, wie zum Beispiel der Haupttitel „HUMAIN EN CHEMIN (MAYA YE!)“ oder „BUL MA MIN“, ein Cover des senegalesischen ORCHESTRA BAOBAB. Gesungen wird nicht nur auf Französisch oder Senegalesisch, sondern auch auf Spanisch und es gibt sogar was auf Rumänisch – „FELICIA!“ und „CEASORNICUL“. Eigentlich wollten sie diese Platte schon im Frühling rausbringen, dann hat sich aber das ganze auf Herbst verschoben. Der Sound ist ein wenig härter geworden oder vielleicht sind Bass und Schlagzeug einfach besser gemischt wurden....
Bei ihrem letzten Auftritt in Freiburg hat Raph - Akkordeonist und Sänger – den Präsidentenwahlen in Fankreich ein Lied gewidmet und sagte im Saal über Sarkozy „It’s not my President“. Hier finden wir auch eine politische Botschaft unter der Nummer 14, die heisst „Wake Up Mister G.W.B.!“, allerdings ohne Worte, dafür nett-osteuropäisch.
Die CD samt Cover und Booklet sieht optisch super aus, auch die offizielle Webseite von MA VALISE wurde in diesem neuen Design umgestaltet, schaut mal rein da gibt es Hörbeispiele, Videos und aktuelle Tourdaten, wo steht, dass ab 28. April 2008 eine monatelange Deutschlandtour bevorsteht.
Auf jeden Fall ist die Platte ein gutes Geschenk für alle, die auf frankophonem Sound stehen und etwas Frisches ausprobieren möchten


....und noch mal die Trackliste:
01- La Maison des Métallos
02- Humain en chemin (Maya yé)
03- Bul Ma Miin
04- Labadie Bay
05- Le Chant des sans
06- Cuidado
07- Kinshasa
08- Felicia !
09- Bad tard B.A.C.
10- Interlude
11- Tes Mains
12- Handmade
13- Ceasornicul
14- Wake up Mr G.W.Bush!
total time 47:50

Dienstag, 27. November 2007

COTTBUS 2007 Teil 3, Positives noch mal

Diese Filme waren auch in ofiziellen Wettbewerb: 

PRAVIDLA LZI / REGELN DES LÜGENS (Tschechien)
Ein spannendes Kammerspiel über eine Selbsthilfegruppe von Junkiesaussteigern, die auf eine wahre Geschichte basiert und an Originalschauplätzen im Frühjahr 2006 gedreht wurde. Wie einer der Hauptdarsteller, Jan Budař, nach der Vorführung erzählte, wohnten die Schauspieler eine Zeit lang in einer selbstverwalteten Einrichtung auf einem ehemaligen Bauernhof in engem Kontakt mit den Patienten (wenn man so sagen darf) und dadurch kam diese Genauigkeit zustande, die, zusammen mit bester schauspielerischer Leistung, den Zuschauer bis zuletzt in Bann hält. Das den Plot vontreibende Geheimnis wird am Ende ein klein wenig gelüftet und das, finde ich, gibt dem Film noch mehr Würze, weit weg von jeglicher Didaktik.


PUTESCHESTVIE S DOMASCHNIMI SCHIWOTNYMI / REISE MIT HAUSTIEREN (Rußland)
Zwar ist der Name lang, die Geschichte aber ist einfach und kurz: eine bildschöne Frau lebt in einem kleinen Haus an der Eisenbahn, sie hat Probleme mit Männern und am Ende adoptiert sie einen Junge aus dem Weisenhaus, aus dem sie selbst eigentlich stammt. Ein typischer Russenfilm, wo die Seele sooo groooß ist, wie man es hier in Deutschland mag, das Leben ist aber hart, schmutzig, grau und unmenschlich, was man hier auch zu schätzen weiß. Es bleibt nur zu klären, wieso zwischen Moskau und St. Petersburg (wo die Dreharbeiten stattfanden) alles so erbärmlich aussieht wie vor 100 Jahren, vielleicht noch schlimmer. Wo ist das Geld von Gazprom?
Der Film bekam dafür den Hauptpreis beim diesjährigen Moskauer Filmfestival und auch in Cottbus hat er gut abgeräumt, insgesamt 5 Preise.


RASSLEDWANE / DIE UNTERSUCHUNG (Bulgarien)
Der Hauptpreisgewinner dieses Jahres ist eine gut gemachte bulgarische Variation des deutschen TATORTS. Die Kommissarin versucht den ganzen Film über, den schon überführten Brudermörder, der die Aussage verweigert, zum Reden bringen. Dazu kommen noch Probleme in der eigenen Familie, die man auch hierzulande jeden Sonntag um 20:15 geniessen kann – und fertig ist der Film. Die Regisseurin und ihre Produzentin haben sich beschwert, dass der Film Schwierigkeiten hat, in die bulgarischen Kinos zu kommen. Ich verstehe das vollkommen, für so etwas gibt es schon seit Jahren das Fernsehen und seit einiger Zeit sogar Home Cinema.
Wieso dann den Hauptpreis? Vielleicht, weil zum letzten Mal ein Film aus Bulgarien vor 15 Jahren den Hauptpreis gewonnen hat (MALTSCHANIETO, von Krassimir Krumov).


RUSSKIJ TREUGOLNIK / DAS RUSSISCHE DREIECK (Georgien)
Das kann so manchen in Verwirrung bringen: ein russisch-patriotischer Film kommt aus Georgien. Ich bin auch so einer, ich bin verwirrt! Besonders nachdem der Regisseur Aleko Tsabadze sich nach der Vorführung weigerte, über seinen Streifen zu sprechen. Angeblich wollte er nur auf Publikumsfragen antworten, die vollbesetzte Cottbuser Stadthalle aber schwieg, das Publikum brauchte vielleicht noch ein bisschen Zeit, Tsabadze ging aber....
Der Film ist ausschließlich mit russischen Darstellern besetzt, in rein russischer Sprache und spielt in einer nicht näher definierten russischen Großstadt. Den Hintergrund bildet der Krieg in Tschetschenien, der zwar schon seit Jahren erstickt scheint, die Funken davon sind aber in ganz Russland zu spüren sind. Das Skript entstand offensichtlich nach dem Lesen des ersten Romans von Boris Akunin (AZAZEL, auf Deutsch FANDORIN). Ein Polizeipraktikant untersucht auf eigener Faust die geheimnisvollen Morde an angesehenen Geschäftsleuten. Das wäre vielleicht ein sehr guter Thriller über das heutige Rußland, wenn nicht dieser neue russische Patriotismus wäre, der in den letzten Jahren unter Putin kultiviert wurde. Die Frage ist nur, wieso gerade ein Georgier diesen Film gemacht hat?


STUCZKI / KLEINE TRICKS (Polen)
Polnische Filme sind für mich ein Begriff an sich. Die perfekte Kamera (die Kameraleute aus Lodz sind einfach die besten in der Welt) plus eine permanente Darstellung des moralischen Zustands der Gesellschaft sind ihre Stärke. Dadurch sind sie für mich nie langweilig. Auch die Geschichte des kleinen Stefek, der versucht mit Hilfe kleiner Tricks seinen angeblichen Vater zur Familie zurück zu bringen, ist durchaus kurzweilig, unterhaltsam und amüsant. Das Leben in einem Provinzstädtchen bietet während der Sommerferien nicht viel an Unterhaltung, besonders wenn die ältere Schwester von einem Job in Italien träumt, die Mutter den ganzen Tag im kleinen Lebensmittelladen arbeitet und es keine gleichaltrigen Freunde gibt. Da bleibt einem nur, mit dem Freund der Schwester Motorrad zu fahren und die Züge und ihre Passagiere am Bahnhof zu beobachten. Ein Film über große Gefühle in kleinen Menschen.


ŽIVI I MRTVI / DIE LEBENDEN UND DIE TOTEN (Kroatien, BiH)
Der gut gemachte (Anti)Kriegsfilm ist nach dem erfolgreichen Roman von Josip Malkić gedreht und führt zwei Kriege zusammen, den Zweiten Weltkrieg und den bosnischen Krieg der 90er Jahren. Der Clou dabei ist – der selbe Schauplatz, ein sogenanntes „Tal des Todes“ irgendwo in Herzegowina. Derselbe Schauplatz – aber ein anderer Krieg, wo die ehemaligen Verbündeten zu Feinden werden (jetzt sind sie wieder Verbündete). Wenn aus der Truppe Ustaša-Domobrani ein einziger Mann überlebt, wohingegen in der sechsköpfigen kroatischen Abteilung, zu der auch der Enkel des Überlebenden gehört, kein einziger Mann am Leben bleibt.
Die beste kroatische Produktion des Jahres (Best Film, Best Director, Best Supporting Actors, Best Camera, Best Editing, Best Music, Best Sound, Best Special Effects beim kroatischen nationalen Filmfestival in Pula 2007) ist ein Film, der lange im Gedächtnis bleibt und den ich mir auch hier in den deutschen Kinosälen wünsche, aber ohne blöde Zuschauer wie das Mädchen (anscheinend eine Genderstudentin), das am Ende auf die geistreiche Frage kam: „Wieso gab es in dem Film keine einzige Frau?“
Zum Schluß noch der Trailer zum kroatischen Film:

Montag, 26. November 2007

Großstadtromantiker Playlist

1. HAYDAMAKY: Ukraine Calling – Nemaje hliba spivaj (Eastblok, 2006)
2. LITTLE COW aka KISTEHÉN TANCZENEKAR: I’m In Love With Every Lady – Cyber boy (Eastblok, 2007)
3. SHUKAR COLLECTIVE: Rromatek – Truppa truppa (Eastblok, 2007)
4. JAROMÍR 99 & THE BOMBERS: Jaromír & The Bombers - Tak jo (Indies Scope, 2007)
5. JAROMÍR 99 & THE BOMBERS: Jaromír & The Bombers - Jedy a protijedy (Indies Scope, 2007)
6. JAROMÍR 99 & THE BOMBERS: Jaromír & The Bombers - Praded (Indies Scope, 2007)
7. JAROMÍR & 99THE BOMBERS: Jaromír & The Bombers – Black hole (Indies Scope, 2007)
8. ZAKOPOWER: Na Siedem – Na siedem (Kayax, 2007)
9. ZAKOPOWER: Na Siedem – Galop (Kayax, 2007)
10. BILLY’S BAND: Vesennie Obostrenija – Schast’e est’ (Billy's Band, 2007)
11. BILLY’S BAND: Vesennie Obostrenija – Golos brekhuna feat. KASTA (Billy's Band, 2007)



JAROMÍR 99 & THE BOMBERS - das Debütalbum der Prager Band um den Komikzeichner Jaromír Švejdík, unter anderem spielt hier auch der Schriftsteller und Journalist Jaroslav Rudiš, Autor des Buches NEBO POD BERLINEM (Der Himmel unter Berlin) , der schon 2 Mal in 
Freiburg gelesen hat.


Bald kommt noch mehr zu dieser CD, die ich seit zwei Wochen immer wieder hören muss.

Donnerstag, 22. November 2007

COTTBUS 2007 Teil 2, Positives

Nach dem negativen Ausfall der vergangenen Woche ist es jetzt Zeit, etwas Gutes zu schreiben, um jeglichen Vorwürfen des Masochismus zuvorzukommen.
Weil 2 Kurzfilmprogramme unter dem Namen „Lange Nacht der kurzen Filmen“ am einem Tag (Freitag, 9.11.) gezeigt wurden, musste ich sie vorher auf Video anschauen. Zu meinem Bedauern schaffte ich nicht alles zu sichten, aber von dem Gesehenen habe ich mir den polnischen Kurzfilm PORNO (Regie Jan Wagner) als sehr sehenswert vorgemerkt und war echt erfreut, als er den Hauptpreis im Kurzfilmwettbewerb bekommen hat. Es war aber der einzige Fall, dass ich mit den verschiedenen Juris des Festivals in voller Übereinstimmung lag.

Vom Spielfilmwettbewerb schaffte ich es nicht, zwei Filme anzuschauen: IZGNANIE / DIE VERBANNUNG (Russland), weil ich hoffe, ihn bald bald im Netz zu finden, und 4 LUNI, 3 SAPTAMANI SI 2 ZILE / 4 MONATE, 3 WOCHEN UND 2 TAGE (Rumänien), weil er sowieso ab Mitte November als Cannes-Palme-Gewinner in die Deutschen Kinos kommt (hier steht die Frage, auf was für ein Festival muss ein osteuropäischer Film gewinnen, um in Deutschland in den Verleih zu kommen? Cannes, Venedig und Oskar von L.A. bitte nicht anbieten!)

Jetzt alle Wettbewerbsfilme, dem Alphabet nach:

BOZ SALKYN / MORGENTAU (Kirgistan). Zwar ist Kirgisien so ein osteuropäisches Land wie China, dennoch ist es gut, dass die alten DDR-Verbindungen nicht abgebrochen wurden und man etwas von dort zu Sehen mitbekommt. Man liebt in Deutschland chinesische Filme über Mongolen, zumindest in unserem Kommunalen Kino sind sie immer ausverkauft. Ich glaube die Geschichte über eine Brautentführung im heutigen Kirgistan könnte genauso erfolgreich in Deutschland laufen... Prachtvolle Landschaften, schön fotografiert, dazu noch eine spannende und gut gespielte Story, die bis zum Schluss den Zuschauer in Bann zieht. Ehrlich gesagt, dachte ich, dass MORGENTAU mehr bekommen könnte, als den „Cottbus ins Kino“-Preis zur Förderung des Verleihs eines Festivalfilms, vielleicht aber kommt der Film irgendwann wirklich in unser KoKi.



HAMLET (Serbien). Kurosawa hatte den König Lear mit Samurais verfilmt und hatte viel Erfolg damit. Der serbische Hamlet nun wohnt auf einer Mülldeponie und ist ein Zigeuner, sonst ist alles streng nach Shakespeare: mit dem Geist des Vaters, verrücktem Mädchen und einem Duell am Ende. Es fehlte nur die Szene mit dem Totenkopf (wenn ich es nicht verschlafen habe, denn der ganze Streifen ist in dunklen Farben gedreht, die nächtliche Atmosphäre herrschte von Anfang bis zum Ende, das Leben auf einer Deponie, halt!) Der Film wird sicher interessant sein für die Fans des größten Dramaturgen der Welt.

ÓPIUM – EGY ELMEBETEG NÖ NAPLÓJA / OPIUM - TAGEBUCH EINER IRREN FRAU (Ungarn) Für mich existiert „Ungarischer Film“ als ein Begriff, etwa so wie „Tschechisches Kino“. Man weiß, was man zu warten hat und bekommt das Erwartete. Der Plot ist nach real existierenden Tagebüchern des ungarischen Schriftstellers und Neurologen Gésa Csáth gedreht, der Clou dabei ist, daß der gute alte Mann lange Zeit tabu war, weil er seine Frau ermordet hatte und (wenn ich nicht irre) in der Psychiatrie verstarb. Die Hauptrollen (der drogenabhängige Arzt und seine Patientin) sind von skandinavischen Schauspielern besetzt, das ganze spielt 1913 in einer Irrenanstalt, am Ende steht eine Lobotomie. Sehr düster und brillant zugleich, eigentlich einer der besten Filmen des Festivals, natürlich ging er ohne jeglichen Preis aus dem Festival.

Montag, 19. November 2007

Playlist

1. BOBAN I MARKO MARKOVIĆ ORKESTAR: Go Marko Go! – Pijem (Piranha, 2007)
2. BOBAN I MARKO MARKOVIĆ ORKESTAR: Go Marko Go! – Go Marko go! (Piranha, 2007)
3. LOMBARD: Śmierć Dyskotece! – Droga pani z TV ( Koch International, 1999 / 1983)
4. MAŁGORZATA OSTROWSKA: Słowa – Wolność to... (Warner Music, 2007)
5. MAŁGORZATA OSTROWSKA: Słowa – Wiara to skrzydła (Warner Music, 2007)
6. KOBIETY: Amnestia – Amor amor (Biodro, 2007)
7. KOBIETY: Amnestia – Pif paf (Biodro, 2007)
8. KOBIETY: Amnestia – Amnestia (Biodro, 2007)
9. GOGOL BORDELLO: Super Taranta – Zina Marina (Indies Scope, 2007)
10. GOGOL BORDELLO: Super Taranta – Alcohol RMX by GIPSY.CZ (Indies Scope, 2007)
11. LENINGRAD: Avrora (Promo) – I tak dalee (Leningrad, 2007)
12. LENINGRAD: Avrora (Promo) – Babtsy (Leningrad, 2007)
13. SOPOT: Dubalkan – Diple (Menadzer Company, 2007)
14. SOPOT: Dubalkan – Nada (Menadzer Company, 2007)





Das neue Album von GOGOL BORDELLO "Super Taranta" hat seit dem 8. November auch eine Tschechische & Slowakische Version, die das Brünner Label Indies Scope herausgebracht hat. Nur auf dieser Ausgabe, als exclusives Bonus, findet man ein Remix zum Lied "Alcohol", gemacht von dem tschechischen Zigeuner-Rapper GIPSY.CZ. Vorhören und kaufen kann man auf der offiziellen Label-Seite hier.
Beim diesjährigen Sziget Festival haben sie einen gemeinsamen Auftritt gehabt und jetzt können diejenigen, die nicht dabei waren, auch eine Vorstellung davon bekommen.

Freitag, 16. November 2007

SEEDOX - ein nützliches Filmportal

Ich glaube, das wird viele interessieren, also die ofizielle Pressemitteilung:


SEEDOX.ORG – DIGITALE PLATTFORM FÜR DOKUMENTARFILME AUS SÜDOSTEUROPA SEIT ANFANG NOVEMBER ONLINE



SEEDOX.org ist eine Initiative, die sich beim 7. goEast Filmfestival gegründet hat, um die Situation des zeitgenössischen Dokumentarfilms in Südosteuropa zu erforschen und zu analysieren. SEEDOX.org wurde von Festivalleiterin Christine Kopf und dem Südosteuropa-Experten Bernd Buder iniitiert, die Realisierung wird durch die Unterstützung des Balkan Fund der European Cultural Foundation und des Goethe Instituts ermöglicht. Im April dieses Jahres kamen in Wiesbaden Dokumentarfilm-Experten aus Albanien, Bosnien, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, der Republik Moldau, Serbien und UNMIK Kosovo zusammen, um sich erstmals auszutauschen. Die Expertenreferate im Rahmen des Workshops haben die zuvor aufgestellte Arbeitshypothese bestätigt, dass es im Bereich des Dokumentarfilms bisher an Vernetzung mangelt und hier Handlungsbedarf besteht. Außerdem wurden einige spezifische, vor allem aber gemeinsame strukturelle Probleme aufgezeigt. Diese Analysen sollten vertieft und dem Fachpublikum in der Region zur Verfügung gestellt werden. Dahinter steht der Gedanke, dass durch das Bilden eines Netzwerks mit wichtigen Akteuren aus der Region die Zusammenarbeit gestärkt und zu Koproduktionen animiert werden kann.

Bislang gab es nur sehr wenige nationalsprachliche und so gut wie keine englischsprachigen Informationen zum aktuellen Dokumentarfilmschaffen Südosteuropas. Mit der Website www.seedox.org, die seit 1. November online ist, wird Abhilfe geschaffen. SEEDOX.org bietet Länderessays zu Albanien, Bosnien, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, der Republik Moldau, Serbien und UNMIK Kosovo. Von rund 250 Filmen sind bereits jetzt filmografische Daten abrufbar, darunter bei 150 zusätzlich Fotos und Inhaltsangaben. Die Angaben wurden aufwändig eigens für das Projekt recherchiert. Die Datenbank versteht sich als „work in progress“. Bislang nicht zu ermittelnde Angaben können die Produktionsfirmen nachreichen. Zusätzlich werden umfangreiche Adresslisten (Produzenten, Festivals, Institutionen) und eine Bibliografie zur Verfügung gestellt. Weitere Texte und Interviews mit Akteuren der Dokumentarfilmszene ergänzen die Länderessays, hier wird die Website auch in Zukunft kontinuierlich ausgebaut. Mit SEEDOX.org werden Informationen zu Dokumentarfilmen aus Südosteuropa erstmals auch international für Festivals und Programmmacher zugänglich gemacht. SEEDOX.org bietet komfortable Suchfunktionen.

Das goEast Filmfestival will weiter am Thema bleiben. Bei seiner nächsten, achten Ausgabe (09. bis 15.04.2008) wird das Symposium sich mit der Rolle des Dokumentarfilms beim Zerfall Jugoslawiens, der Entstehung neuer Republiken und der Verarbeitung von Kriegserlebnissen auseinandersetzen. Darüber hinaus sollen Autorenstandpunkte der jüngsten Generation von Dokumentarfilmregisseuren vorgestellt und diskutiert werden. Das Symposium wird von einer Filmreihe begleitet.

P.S.:
Einfach reinschauen und abchecken, da gibt es nicht nur Dokus'. Natürlich ist das kein imdb.com, aber trotzdem interessant, zu wünschen bleiben noch mehr Fotos.

Dienstag, 13. November 2007

Festival in Cottbus - Teil Eins: Negatives

Zum siebten Mal war ich beim Cottbuser Filmfestival des Osteuropäischen Kinos, das Fest selbst gibt es bereits seit 17 Jahren Es hieß also 6.-10.11.2007 das 17.Festival des osteuropäischen Films Cottbus. Zunächst ein paar Worte zu den negativen Eindrücken, weil sie sich von Jahr zum Jahr wiederholen, steigende Tendenz haben und einem langsam auf den Keks gehen.
Früher war das Cottbuser Filmfestival eine der wenigen Orte in Deutschland, wo man Filme aus Osteuropa genießen konnte. Die Zeiten ändern sich und heute kann man feststellen, dass Cottbus nicht nur an Exklusivität verloren hat, sondern in bestimmten Bereichen auch an Qualität. Es gibt jetzt auch ein Osteuropa-Filmfestival in Wiesbaden, es werden mehr osteuropäische Produktionen auf anderen Festivals in Deutschland gezeigt und auch die deutschen Filmverleiher haben mehr Osteuropäisches anzubieten als noch vor zehn Jahren.
In Cottbus sieht es jetzt alles viel bombastischer und geräumiger aus und riecht nach viel mehr Geld als im Jahr 2001 (Ich habe noch das Festivalzentrum im Gladhouse erlebt und hätte nie behauptet, dass es dort schlecht war, im Gegenteil.), es fehlt aber an cineastischem Gefühl und Gemütlichkeit, die auf solchen Festivals unbedingt sein müssen. Schließlich ist Cottbus kein Berlin, auch keine Berlinale-Filiale. Schuld daran ist, imho, der Festivalleiter Roland Rust, dem diese großen Veränderungen zu verdanken sind, übrigens lebt er samt seinem Team in Berlin und in Cottbus erscheint er nur während des Festivals.



Die realsozialistische Stadthalle – die Hauptspielstätte – ist einfach nicht fürs Kino geeignet, der Saal ist zu breit und wird mit Plastikschirmen auf die notwendige Breite geteilt, die Filme werden von hinten projiziert und es gibt sogar keine schallisolierte Projektionszelle, die Zuschauer sind schlicht dem monotonen Summen der Vorfuhrgeräte ausgeliefert. In meinem Fall war es von morgens bis abends. Dafür stehen immer zwei bis drei Edelkarossen mit Festivallogo bereit, um die eingeladenen Gäste in das 100 Meter entfernte Hotel zu beamen.

Das Problem Nummer eins bei diesem Festival sind aber Vorführer und Technik. In diesem Jahr habe ich vier Mal erlebt, dass die Vorführung abgebrochen wurde, weil etwas (Filmformat, Übersetzungsgeräte, etc.) nicht stimmte, vor ein paar Jahren gab es Vorführpannen sogar bei der Preisverleihung. Einfach peinlich geil. Philosophisch betrachtet, ist das vielleicht das Markenzeichen des Festivals. Es bleibt einem nicht anderes übrig, als sich mit einem Lächeln und entspannt die zehn-fünfzehn Minuten des Films noch mal anzuschauen, oder noch ein Köstritzer Bier zu holen.... Cottbus, halt.



Und noch eine Tendenz ist beunruhigend – die Zahl der deutschen (sprich ostdeutschen) Produktionen steigt von Jahr zu Jahr. Zum dritten Mal wurden wir mit einem (ost)deutschen Film zur Festivaleröffnung beglückt. Wozu? Kommen sie denn nicht auch so in die deutschen Kinos? In diesem Jahr kam ein deutscher Film zur Abschlusszeremonie hinzu... Vielleicht würden die Cottbuser sonst nicht zum Festival kommen? Nein, alle Abendvorstellungen waren so gut wie ausverkauft, rumänische, polnische, russische, tschechische, ungarische Filme sind gefragt. Anscheinend versucht die Festivalleitung auf eine Art Ostalgie zu spekulieren – die ehemalige DDR als Teil Osteuropas, oder sie hat einen Geheimvertrag mit der Filmförderung Brandenburgs, etwa: wir geben euch mehr Geld für die noblen Karossen und Ähnliches und sie zeigen dafür unsere Filmchen beim Festival. Ob das zueinander passt? Ich denke nicht.
Aber genug der bösen Worte, es gab dort auch viel Gutes, nämlich osteuropäische Filme!!!
Der Fokus lag in diesem Jahr auf den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens und hieß „After Yu“.

Montag, 12. November 2007

Novembermusik

,1. TANOK NA MAJDANI KONGO: Ukrajins’ka Herojichna Pisnja SP – Plyve choven (Krajina Mrij, 2007)
2. FLAYZZA: Ukrajins’ka Herojichna Pisnja SP – Oj, jak ljublju ci nashi hory (Krajina Mrij, 2007)
3. KHVYLJU TRYMAJ: Ukrajins’ka Herojichna Pisnja SP – Ja sjohodni vid vas vidjizhaju (Krajina Mrij, 2007)
4. ZAKOPOWER: Na Siedem – Na siedem (Kayax, 2007)
5. ZAKOPOWER: Na Siedem – Galop (Kayax, 2007)
6. ZAKOPOWER: Na Siedem – Zbuntowany aniol (Kayax, 2007)
7. MORALNYJ KODEKS: Slavjanskie Tantsy – Jasnyj sokol (Mazay Comunications, 2007)
8. MORALNYJ KODEKS: Slavjanskie Tantsy – Slavjanskie tantsy (Mazay Comunications, 2007)
9. LENINGRAD: Avrora (Promo) – Muzyka dlja muzhyka (2007)
10. LENINGRAD: Avrora (Promo) – Moskou (2007)
11. LENINGRAD: Avrora (Promo) – I tak dalee (2007)
12. CRVENA JABUKA: Duša Sarajeva – Duša Sarajeva (Croatia Records, 2007)


 
Das zweite Album der polnischen Band ZAKOPOWER aus Zakopane erschien am 20. Oktober auf dem Label Kayax, das von der Sängerin Kayah (bekannt in Deutschland durch die Platte "Kayah & Bregovic) geleitet wird.

Mittwoch, 7. November 2007

STELSI - USSR

Die Band STELSI (СТЕЛСІ) aus der ukrainischen Stadt Tscherniwzi (Czernowitz) ist zum heutigen Tag der bekannteste Vertreter der Elektro-Ethno-Szene im Land. Früher haben sie sich von orientalischen Melodien inspirieren lassen, aber nach der Orangenen Revolution öffneten sie sich der unerschöpflichen Quelle ukrainischer bzw. bukowinischer Folklore. Als Resultat ist die Platte „Dort...“ (Tam...) vom Frühjahr 2005 entstanden. Sie wurde zum größten Erfolg der Band und diesen sollte das neue Album noch in diesem Jahr bestätigen. Die ukrainischen Radiosender haben schon eine neue Single mit dem Lied „Pozitiv“ / (Позитив) erhalten, alle anderen können das Lied auf der offiziellen Seite der Band im guten Bitrate (256 kbps) downloaden. Es gibt dort noch ein paar interessante Lieder zum Saugen und zwei Alben, nur in Demoversionen. Leider ist die Seite rein ukrainischsprachig, wer also kein Kyrillisch lesen kann, sollte auf ДЕМОНСТРАЦІЙНА ВЕРСІЯ achten, was schlicht „Demoversion“ bedeutet.
Das Video zum Lied CCCP/USSR von der CD „Tam...“ ist ein gutes Beispiel für das, was STELSI in den letzten 3 Jahren gemacht haben.


Rotes T-Shirt und rote Fahnen
Wieder ging ich auf die Strasse und bat sie.
Weil keine Morgenröten glänzen, das Wasser nicht rauscht
Und nur sie wie Gold leuchtete.

Refrain:
Und es schwebte dort das Morgenrot.
(Chorus)
„Wohin auch immer ich fahre, wohin auch immer ich gehe.“

Ich habe ein Denkmal. Jawohl, es ist eine echte Skulptur.
Sie steht im Hof, ich werde sie nie verkaufen.
Auf eine Linie stehen alle bis zum Letzten:
Die grauen Kleider, der graue Himmel, schwarz-weiß Kino.

Refrain:
Und es schwebte dort das Morgenrot.
(Chorus)
„Wohin auch immer ich fahre, wohin auch immer ich gehe.“

Eiserne Rohre schließen uns ein, Beton umarmt uns,
Die Negativen und Positiven überwältigen uns
Die Elektroden durchdringen uns von Kopf bis Fuß –
Soziorealismus, UdSSR, UdSSR!

Montag, 5. November 2007

Playlist: Musik aus der Ukraine

1. TARTAK & ANDRIJ PIDLUZHNYJ - Ne kazhuchy nikomu (thx to fdr.com.ua, 2007)
2. HAYDAMAKY – Efir (thx to fdr.com.ua, 2007)
3. HAYDAMAKY – 4 dvory (thx to fdr.com.ua, 2007)
4. HAYDAMAKY – Katarzhyna (thx to fdr.com.ua, 2007)
5. PROPALA HRAMOTA: Cejvo - Dа chumaky (Nash Format, 2007)
6. PROPALA HRAMOTA: Cejvo – Cejvo-tajvo (Nash Format, 2007)
7. PROPALA HRAMOTA: Cejvo - Myron (Nash Format, 2007 )
8. FLIT - Moya Planeta (thx to fdr.com.ua, 2007)
9. VOHNESMIKH: Krajina U – Diva ohnevytsja (UkrMusic, 2007)
10. VOHNESMIKH: Krajina U – Zorjanyj herc’ (UkrMusic, 2007)
11. Mandry: Doroha – Doroha (Lavina Music, 2006)
12. STELSI: Tam… - Tam (Stelsi, 2005)
13. STELSI: Tam… - Pozytyv (Stelsi, 2005)
14. SIROKO ZAKRYTY OCHI - Go Pak (thx to artvertep.com, 2007 r.)
15. TIK: LiteraDura - АЛКО голiзм (Moon Records, 2007)
16. TIK: LiteraDura - Nojabr (Moon Records, 2007)
17. ABY MC & Sasha Koltcova – Avrora (thx to fdr.com.ua, 2007)


TIK / Trezvost' I Kul'tura (Nüchternheit und Kultur) so hieß in der Sowjetzeit eine russischsprachige Propaganda-Zeitschrift und so heißt heute eine sehr beliebte ukrainische Band aus der Stadt Winnyzja

Montag, 29. Oktober 2007

Playlist vor der Party



1. CRVENA JABUKA: Duša Sarajeva – Duj duj duj (Croatia Records, 2007)
2. CRVENA JABUKA: Duša Sarajeva – Duša Sarajeva (Croatia Records, 2007)
3. GIPSY.CZ: Romano Hip-Hop - Jednou (Indies Records, 2006)
4. GIPSY.CZ: Romano Hip-Hop – Romano hip-hop (Indies Records, 2006)
5. DELADAP! Feat. GIPSY.CZ: So Shunes (EP) – So Shunes (Radio Edit) (Chatchapeau, 2007)
6. MASALA SOUNDSYSTEM: Obywatele IV Swiata – Obywatele IV swiata (Open Sources, 2007)
7. MASALA SOUNDSYSTEM: Obywatele IV Swiata – M.E.N. in black (Open Sources, 2007)
8. ETNA: Polityczna Ganja - Zdelegalizujcie (Zima Records, 2007)
9. SKAZY LESA: Kustari – Kannel’jarvi (Skazy Lesa, 2007)
10. SKAZY LESA: Kustari – Veselo (Skazy Lesa, 2007)
11. GOGOL BORDELLO: Super Taranta – Zina-Marina (Side One Dummy, 2007)
12. GOGOL BORDELLO: Super Taranta - Supertheory Of Supereverything (Side One Dummy, 2007)
13. THE NO SMOKING ORCHESTRA: Emir Kusturica’s Time of the Gypsies Punk Opera – Djilaben rromalen (Decca, 2007)
14. BALKAN BEAT BOX: Nu Med - Joro Boro (Crammed, 2007)
15. TIK: LiteraDura - ALKOholizm (Moon Rcords, 2007)
16. TIK: LiteraDura - Oleni (Moon Rcords, 2007)
17. UNITY: Unity - Rytmy srdce (Indies Scope, 2007)
18. ZVA 12-28 BAND: Za fúzy ma poťahaj – Čo je moč, toje moč (Indies Scope, 2007)




Donnerstag, 25. Oktober 2007

mOsten-Party am 31. Oktober

Eine gesunde Alternative zum Halloween in Freiburg - mOsten-Party!


 
Also am Mittwoch, den 31. Oktober ab 22 Uhr im Josfritzcafe gibt es wieder Musik aus Osteuropa... von der Adria bis zur Ostsee und vom Schwarzen Meer bis zum Schwarzwald.

Dazu gibt es wie immer einen Begrüssungs-Wodka und viel Spaß bis in die Puppen, und das Ganze bei freiem Eintritt.
ZAPRAZSAMY also, und ЛАСКАВО ПРОСИМО!


Mittwoch, 24. Oktober 2007

Kaufrausch...



Das habe ich gestern bekommen!


EX YU ROCK ENZYKLOPÄDIE

Ein sehr nützliches Buch würde ich sagen, allerdings etwas teuer, fast € 50,- plus Versand.... dafür gibt es viel Interessantes zum Lesen und Nachschlagen, viele s-w Fotos, etc. Es besteht aus drei Kapiteln:
1) SFRJ 1960 – 1991,
2) Serbien 1991 – 2006,
3) Alle anderen Länder, nicht nur Ex-Yu.
Dazu gibt es noch einen Überblick über die wichtigsten Musikfestivals und die Musikpresse auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens und ein sehr gutes Register. Ein Standartwerk, also! Noch ein Grund mehr, um meine Kenntnisse im Serbischen & Kroatischen aufzufrischen.

Kaufen kann man es hier und bei Bezahlung lieber die Lieferung durch die Serbische Post auswählen, weil die Deutsche in diesem Fall zwei bis drei mal langsamer ist - meine persöhnliche Erfahrung.

Montag, 22. Oktober 2007

Aktuelle Platten und Konzerten

1. FANFARA TIRANA: Albanian Wedding – Mediterranè # 1 (Piranha, 2007)
2. FANFARA TIRANA: Albanian Wedding – What did the eyes of Janina see? (Piranha, 2007)
3. BOBAN I MARKO MARKOVIĆ ORKESTAR: Go Marko Go! – Go Marko go! (Piranha, 2007)
4. BOBAN I MARKO MARKOVIĆ ORKESTAR: Go Marko Go! – Pijem (Piranha, 2007)
5. UNITY: Unity - Rytmy srdce (Indies Scope, 2007)
6. UNITY: Unity - Biják (Indies Scope, 2007)
7. KAL: Kal – Komedija (Asphalt Tango, 2006)
8. BALKAN BEAT BOX: Nu Med – Gypsy Queens (Crammed, 2007)
9. BILLY’S BAND: Nemnogo Smerti, Nemnogo Ljubvi – Nemnogo smerti, nemnogo ljubvi (NAAP, 2004)
10. SHUKAR COLLECTIVE: Taves Bahtalo! – Wander (Era, 2004)
11. SHUKAR COLLECTIVE: Rromatek – Shukar musika (Eastblokmusic, 2007)



Die neue CD von Boban Markovic Orkestar erscheint am 9. November bei Piranha Musik. Jetzt wird es Boban i Marko Markovic Orkestar heißen, Vater & Sohn Joint Ventures also.

Montag, 15. Oktober 2007

Ein Sonderplaylist für Anfänger

1. FANFARA TIRANA: Albanian Wedding – Mediterranè # 1 (Piranha, 2007)
2. FANFARA TIRANA: Albanian Wedding – Give me an answer (Piranha, 2007)
3. BOBAN I MARKO MARKOVIĆ ORKESTAR: Go Marko Go! – Evo je mlada (Piranha, 2007)
4. BOBAN I MARKO MARKOVIĆ ORKESTAR: Go Marko Go! – Pijem (Piranha, 2007)
5. Sevdalinka, Sarajevo Love Songs: JADRANKA STOJAKOVIĆ FEAT. MIROSLAV TADIĆ – Kad ja podem na Bendbašu (Piranha Musik, 2007)
6. BJ NEVENKO: Beginners Guide To Eastern Europe CD1 Balkan Club – Demo mamo (Nascente, 2007)
7. LUBO ALEXANDROV: Beginners Guide To Eastern Europe CD 2 Balkan Brass And Gypsy Greats – Evening dance (Nascente, 2007)
8. BALKANIZER: Beginners Guide To Eastern Europe CD3 Eastern Bloc Rock & Fusion – Balk Fiction (Nascente, 2007)
9. BALKAN BEAT BOX: Nu Med - $20 for Boban (Crammed, 2007)
10. BILLY’S BAND: Nemnogo Smerti, Nemnogo Ljubvi – Na ego meste dolzhen byt’ ja (NAAP, 2004)
11. BILLY’S BAND: Nemnogo Smerti, Nemnogo Ljubvi – Nikogda ne razgovarivaj s mertvetsami (NAAP, 2004)
12. ERSATZMUSIKA: Voice Letter – Hey gangway (Asphalt Tango Records, 2007)

Montag, 8. Oktober 2007

Nachrichten rund um die Musik mit Musikbegleitung

1. BOBAN I MARKO MARKOVIĆ ORKESTAR: Go Marko Go! – Rromana bijav (Piranha, 2007)
2. BOBAN I MARKO MARKOVIĆ ORKESTAR: Go Marko Go! – Pijem (Piranha, 2007)
3. FANFARA TIRANA: Albanian Wedding – Enjoy your high-heeled shoes (Piranha, 2007)
4. FANFARA TIRANA: Albanian Wedding – Mediterranè # 1 (Piranha, 2007)
5. TROVÁCI: Kuku Lele – Šta su zaprava Trovači? (Ignoring Gravity Music, 2007)
6. TROVÁCI: Kuku Lele – Kako tako (Ignoring Gravity Music, 2007)
7. BALKAN BEAT BOX: Nu Med – BBBeat (Crammed, 2007)
8. KAL: Kal – Komedija (Asphalt Tango, 2006)
9. BILLY’S BAND: Nemnogo Smerti, Nemnogo Ljubvi – Na ego meste dolzhen byt’ ja (NAAP, 2004)
10. BILLY’S BAND – Jockey full of Bourbon (THX to www.lesnuits.eu)
11. RED CARDELL & HURTOPRAVCI: Narodzhennja (Naitre) – Poitou (Lavina Music, 2006)
12. RED CARDELL & HURTOPRAVCI: Narodzhennja (Naitre) – Kazaktchok (Lavina Music, 2006)

Montag, 1. Oktober 2007

Musik aus der Ukraine

1. PERKALABA: Hovoryt’ Ivano-Frankivs’k – Hovoryt’ Ivano-Frankivs’k (Taras Bulba Entertainment, 2007)
2. PERKALABA: Horrry! – 4Tankisty (Taras Bulba Entertainment, 2007)
3. PERKALABA: Hovoryt’ Ivano-Frankivs’k – 4Tankisty (Taras Bulba Entertainment, 2007)
4. PERKALABA: Horrry! – Svjato hrybiv i foreliv (Taras Bulba Entertainment, 2007)
5. HAYDAMAKY: Ukraine Calling – Nemaje hliba – spivaj! (Eastblok, 2006)
6. HAYDAMAKY: Bohuslav – Zozulja (Comp Music, 2004)
7. HAYDAMAKY: Bohuslav – Pisnja pro muzyku (Comp Music, 2004)
8. HAYDAMAKY – Efir (tnx to fdr.com.ua)
9. HAYDAMAKY – Katarzyna (tnx to fdr.com.ua)
10. OCHERETJANYJ KIT: Mandrivka v Kosakivku – Chumak voly zavertaje (UKR Music, 2006)
11. OCHERETJANYJ KIT: Kolomyjky – Andriju (MED, 2003)
12. OCHERETJANYJ KIT: Kolomyjky – Kanada (MED, 2003)
13. VIKTOR MOROZOV: Treba Vstaty I Vyjty / Stand Up And Leave – Paljat’ lystja (MO Productions, 2000)
14. VIKTOR MOROZOV: Treba Vstaty I Vyjty / / Stand Up And Leave – Svitlyj nektar (MO Productions, 2000)

OCHERETJANYJ KIT (dt. Rohrkatze) aus Winnyzja

Sonntag, 30. September 2007

SHUKAR COLLECTIVE - Bärenmusik der heutigen Tage



Seit 28. September findet man in deutschen CD-Theken ein sehr interessantes Album. Die Band (wenn man in diesem Fall von einer Band sprechen kann?) heißt SHUKAR COLLECTIVE und kommt aus der rumänischen Hauptstadt Bucharest. Der Name der Platte RROMATEK (zwei RR sind hier gerade richtig, nicht mehr und nicht weniger, weil so man auf Romani schreibt), was auf eine Verbindung zwischen Romas und Technologie zu Recht hinweisen soll. Es ist schon das zweite Werk der harten Männer aus Rumänien, die erste hieß „Taves Bahtalo!“ und erschien im Jahr 2004 und blieb für mehrere Monate ein Hit, was noch eine Internationale Ausgabe unter dem Namen „Urban Gypsy“ ein Jahr danach bewirkte. In Deutschland, was eigentlich nicht verwunderlich ist, bleibt die Platte bis heute in einem engen Kreis von Leuten, die gezielt auf neue Musik aus Osteuropa suchen, ein Geheimtipp, wohingegen in England, den USA und Kanada diese CD eine Lawine begeisterter Rezensionen auslöste und als „einmalig und total beindruckend“ bezeichnet wurde.
Jetzt gibt es die zweite CD und gerade in Deutschland (sic!), das Berliner Label Eastblokmusik machte es Gott sei Dank möglich.
Die Grundidee zu diesem Projekt ist ganz einfach – traditionellen Gesang der Ursari-Roma mit heutigen Klängen zu vereinigen. Ursari – vom Rumänischen urs – der Bär – sind eine Volksgruppe innerhalb der Roma, verbreitet in Rumänien, Bulgarien und Serbien. Ihren Name erhielten sie von ihrem traditionellen Beruf, den sie seit Jahrhunderten ausüben – der Bärenhaltung, -erziehung und Auftritte mit Bären auf verschiedenen Festen, Jahrmärkten etc. Der Leadersänger von SHUKAR COLLEKTIVE – Tamango ist ein 63-jähriger Ursari. Er singt traditionelle Leader, betreibt Vokalakrobatik auf höchster Stufe, spielt Löffel und verschiedene Hörnchen, macht alles was man als Weltmusikbeitrag bezeichnen kann. Eine Gruppe von DJs und Elektronikmusikern (Dan Handrabur, Lucian Stan u.a.) liefert den modernen Hintergrund mit Turntables, Beats und Samples.

Das Resultat ist wirklich etwas ganz Unerwartetes und Hochinteressantes. Man muss sagen, dass die rumänischen DJs ihr Handwerk sehr gut verstehen und sie kommen nicht gerade aus der Ethnoszene, sondern aus Technoclubs, deswegen gibt es keinen la-la-la Balkan-disco-Boy-á-la-Shantel-wischi-waschi-King-of-pop. Ich habe die CD schon mit hartgesottenen Electrofreaks ausprobiert und alle waren sich einig – sie ist Klasse und Tamango, als einer der Ursari, macht sie richtig einzigartig und bärenstark. Wenn „Taves Bahtalo!/ Urban Gypsy“ im Studio entstand, fängt „Rromatek“ den Nomadengeist der richtigen Ursari mit Vocals, die in Hotelzimmern, Backstage bei Konzerten oder während Jam-Sessions in Bussen aufgenommen wurden, ein. Vielleicht kommt deswegen hier die Vokalkunst von Tamango und dem zweiten Sänger, Sorin Shukaru, mehr zum Einsatz, sie klingt wie reine Improvisation vom Anfang bis zum Ende.
Eastblokmusik gelang es mit diesem Release, ein Stück echtes rumänisches Kulturleben nach Deutschland zu bringen, abseits von dieser Flut an Balkan- und Gypsymainstreams, die hier als „Klang des Ostens“ verkauft wird.

P.S.: Für diejenigen, die auf mehr Infos stehen, kann ich noch hinzufügen, dass der Name SHUKAR COLLECTIVE von dem Familiennamen Shukar, oder auf Rumänisch Şucar, kommt, was „fein“ bedeutet. Gerade die Aufnahmen der Familienband der Ursari-Roma SHUKAR bewegte den DJ Vasile aka Lucian Stan das Projekt ins Leben zu rufen.

Die Nationalfahne der Roma

Die Besetzung:
Dan Handrabur (aka Dreamdoktor) – Keyboards, Samples & Geige
Lucian Stan (aka DJ Vasile) – Samples & Turntables
Cristian Stanciu (aka Matze) – Samples
Vlaicu Golcea – Kontrabass & Samples
Tamango – Gesang & Löffel
Sorin Shukaru’ – Gesang, Akkordeon & Percussion

Tracklisting:
1. Oh,Girl...
2. Dalladida
3. Ragga Mami
4. New Shout
5. Hi-Ley
6. The Snake
7. Truppa truppa
8. Mean Macheen
9. Pray
10. Shukar muzika
11. Napolament
12. Pam parai
13. Gossip
14. Time Peace

Hörbeispiele gibt’s hier

Freitag, 28. September 2007

Potter auf Ukrainisch

Seit gestern gibt es das siebte „Harry Potter“ Buch in Deutschland auch auf Deutsch, seit vorgestern auf Französisch. Die erste Femdsprachenausgabe von „Deathly Hollows“ erschien aber schon am 25. September in der Ukraine im Verlag А-БА-БА-ГА-ЛА-МА-ГА (A-BA-BA-HA-LA-MA-HA). Es ist schon das zweite Mal, dass die Ukrainer die Ersten im Potterübersetzungswettbewerb sind (mit „Orden des Phoenix“ waren sie auch die Ersten), und das obwohl der erste Band von J. K. Rowling erst 2002 auf Ukrainisch erschien. In diesem Jahr gab es in Deutschland schon der vierten Band und die Russen verkauften in der Ukraine ihre Übersetzung des dritten Potters, als es IVAN MALKOVICH – der seinen Kinderbuchverlag im Jahr 1992 gründete – wagte, die ukrainische Version auf den Markt zu bringen. Viele Kritiker glaubten nicht an einen Erfolg. Gerade in der Ukraine, dem Land das bis heute verzweifelt mit schleichender Russifizierung kämpft, sagten sie, dass niemand sich so ein Buch kaufen würde, wenn es schon die russischen Übersetzungen gibt. Malkovich wagte es, diese Situation zu ändern und er hatte recht. Es hat funktioniert! Heute überstieg die Gesamtauflage aller Potterbücher auf Ukrainisch eine Million, und J.K.Rowling ließ sich mit der ersten Übersetzung ihres siebten Bandes fotografieren (ganz nebenbei wäre anzumerken, dass die russische Ausgabe erst am 13. Oktober erscheint).
Neben MALKOVICH muss man zwei weitere Namen nennen, ohne die es nie möglich wäre, eine der besten Potter-Reihen in der Welt zu machen. Das sind die Übersetzer VIKTOR MOROZOV und der Illustrator VLADISLAV JERKO.
VIKTOR MOROZOV, der zwischen seiner Heimatstadt Lviv (Lemberg) und dem kanadischen Toronto pendelt, wurde schon im Jahr 1971 bekannt, als seine Folk-Beat-Band ARNIKA große Popularität in der damaligen Ukraine, aber auch in der restlichen UdSSR erlangte.   


Er war einer der ersten, denen es gelang, die ukrainische Folklore mit den neuen westlichen Rhythmen zu verschmelzen. Grob gesagt, war er eine Art ukrainischer GORAN BREGOVIC, der sich im Sowjetsystem leider nicht entwickeln konnte, weil die Rockmusik in Breschnews Reich verboten war. Bis jetzt macht er Musik, aber eher als ein Hobby, sein zweites Talent offenbarte sich in Literaturübersetzungen, denen er seine Hauptzeit widmet. Außer aus dem Englisch übersetzt er auch aus dem Portugiesischen, unter anderem Paolo Coelho’s Roman „Der Alchimist“. Interessantes zu seinen Übersetzungen findet man hier (auf Englisch). In gewissem Sinne ist Morozov sich aber treu, er war und bleibt Vermittler zwischen der Westlichen und Ukrainischen Kultur, egal ob es um Musik oder Literatur geht.
Die „Harry Potter“ Bücher wurden in 61 verschiedene Sprachen übersetzt, von Albanisch bis Zulu, die meisten Ausgaben benutzten aber die Covers der amerikanischen Künstlerin Mary GrandPré, weil nur wenige Verlage J. K. Rowling mit eigenen Umschlagsentwürfen überzeugen konnten. Der Kiewer Graphiker VLADISLAV JERKO konnte es. Seine Potter-Covers zählen zu den besten in der Welt, sein Ruhm begann aber schon früher. 

Jerko hat selber in einem Interview verraten, dass es gerade Malkovich war, der ihn überredete als Kinderbuchillustrator zu arbeiten und ihn in seinen Verlag einlud. Das war Mitte der 90er, seitdem bekam er zahlreiche Auszeichnungen für seine Werke. Sogar die Russen mit ihrem Kulturchauvinismus interessieren sich für die Bücher, die Jerko illustriert hat. Hoch gelobt wurden seine Arbeiten zu Büchern von Carlos Castaneda, zum „Alchemist“ von Coelho (die besten in der Welt, so sagte Coelho selbst) und vielen anderen. Hier gibt es ein paar Scans von Jerkos Bildern zur „Schneekönigin“ von Andersen und zu Englischen Märchen. Verschiedene Potter-Covers von Vladislav Jerko findet man auch hier.
Zwar habe ich die ganze Reihe schon längst durch gelesen, überlege mir aber gerade alle 7 Bände von А-БА-БА-ГА-ЛА-МА-ГА zu bestellen, einfach so, der Buchkunst halber.

Dienstag, 25. September 2007

Musik aus Tschechien & Slowakei

Mit bestem Dank an Premysl Stepanek von Indies Scope aus Brünn

1. JIŘĺ PAVLICA A HRADIŠT’AN: Chvĕní - Altaj, Altaj (Indies Scope, 2007)
2. JIŘĺ PAVLICA A HRADIŠT’AN: Chvĕní - Počíná sě Dalimilova kronika (Indies Scope, 2007)
3. JIŘĺ PAVLICA A HRADIŠT’AN: Chvĕní - Kamínek na dlani I. (Indies Scope, 2007)
4. VLADIMĺR VÁCLAVEK & MILOŠ DVOŘÁČEK: Život je pulsující píseň - Na břehu jezera (Indies Scope, 2007)
5. VLADIMĺR VÁCLAVEK & MILOŠ DVOŘÁČEK: Život je pulsující píseň - Medvídek plyšový (Indies Scope, 2007)
6. ZVA 12-28 BAND: Za fúzy ma poťahaj – Ani z voza, ani na voz (Indies Scope, 2007)
7. ZVA 12-28 BAND: Za fúzy ma poťahaj – Čo je moč, toje moč (Indies Scope, 2007)
8. L.U.Z.A.: 3mená 4písmená - Večer s Lúzou (HIP-HOP.sk / EMI, 2007)
9. L.U.Z.A.: 3mená 4písmená - Petržalka (HIP-HOP.sk / EMI, 2007)
10. UNITY: Unity - Rytmy srdce (Indies Scope, 2007)
11. UNITY: Unity - Biják (Indies Scope, 2007)
12. DELADAP! Feat. GIPSY.CZ: So Shunes (EP) – So Shunes (Radio Edit) (Chatchapeau, 2007
13. DELADAP! Feat. GIPSY.CZ: So Shunes (EP) – Lautlos (Infraghandi & Secta Chameleon rmx) (Chatchapeau, 2007)



 

Donnerstag, 20. September 2007

WOMEX Auszeichnungen für dieses Jahr

ANNOUNCEMENT OF THE SECOND ANNUAL TOP WORLD MUSIC LABELS AWARD WINNERS presented by WOMEX and the World Music Charts Europe (WMCE)

"THE WOMMIES"

THE TOP 3 WOMEX/WMCE LABELS, who will all be honoured at Sunday 28 October Award ceremony at WOMEX Sevilla.

1) Stern's (UK) - Chart-topping CDs: Various Artists: Authenticité: The Syliphone Years;
Africando: Ketukuba; The Rail Band: Soundiata
2) Cumbancha (USA) - Chart-topping CDs: Andy Palacio and the Garifuna Collective:
Wátina (with Stonetree Records); The Idan Raichel Project; Habib Koité: Afriki
3) Crammed (Belgium) - Chart-topping CDs: Various Artists: Electric Gypsyland 2; Balkan Beat Box: Nu Med; Tartit: Abacabok

Last year we inaugurated the Top Label Award, honouring the top-20 best-selling music labels, with the top 3 each receiving an official framed plaque. Created as a joint project with the World Music Charts Europe, the selection is made using the charts of over 50 radio broadcasters from 25 countries. 540 different labels charted this year.

Here are this year's REMAINING TOP-20 LABELS, each with their chart-topping CDs.

4) World Circuit (UK) - Ibrahim Ferrer: Mi Sueño; Ali Farka Toure: Savane; Various Artists: World Circuit Presents…
5) World Music Network / Riverboat Records (UK) Benjamin Escoriza: Alevanta! (with Chulos); Various Artists: The Rough Guide to West African Gold
6) Marabi (France) - Malouma: Nour; Various Artists: Musiques Métisses
7) Outhere (Germany) - Bassekou Kouyaté & Ngoni ba: Segu Blue; Various Artists: Urban Africa Club
8) Doublemoon (Turkey) - Mercan Dede: Breath; Burhan Öcal & Trakya All Stars: Trakya Dance Party
9) Network Medien (Germany) - Various Artists: Golden Afrique, Vol. 3; Viorica & Ionitsa: Clejani Express
10) Galileo Music (Spain) - Aman Aman: Musica I Cants Sefardis D'Orient I Occident; Miquel Gil: En Concert
11) Asphalt Tango Records (Germany) - Fanfare Ciocarlia: Queens and Kings; Toni Iordache: Sounds from a Bygone Age, Vol. 4
12) Independiente (UK) - Tinariwen: Aman Iman
13) Westpark (Germany) - Zulya and the Children of the Underground: 3 Night;
Bellowhead: Burlesque
14) Elkar (Spain) - Kepa Junkera: Hiri
15) Essay Recordings (UK) - Boom Pam: Boom Pam; Binder & Krieglstein: Alles Verloren
16) Indies Records (Czech Republic) - Gipsy.cz: Romano Hip Hop; Druzina: Tragare
17) Because (France) - Akli D.: Ma Yela; Akli D.: Kabyle Mental
18) Heaven & Earth (Germany) - Kristi Stassinopoulou: Taxidoscopio
19) Jaro (Germany) - Hazmat Modine: Bahamut; Moscow Art Trio: Instead of Making Children
20) Kirkelig Kulturverksted (Norway) - Rim Banna: Seasons of Violet; Sondre Bratland/Javed Bashir: Dialogue

TOP 15 WORLD MUSIC CDs OF THE YEAR

1) Andy Palacio and the Garifuna Collective: Wátina (Cumbancha/Stonetree)
2) Tinariwen: Aman Iman (Independiente)
3) Kepa Junkera: Hiri (Elkar)
4) Bassekou Kouyaté & Ngoni ba: Segu Blue (Outhere)
5) Angelique Kidjo: Djin Djin (EMI)
6) Fanfara Ciocarlia: Queens and Kings (Asphalt Tango Records)
7) Kristi Stassinolpoulou: Taxidoscopio (Heaven & Earth)
8) Ibrahim Ferrer: Mi Sueño (World Circuit)
9) Various: Electric Gypsyland Vol. 2 (Crammed)
10) Akli D.: Ma Yela (Because)
11) Hazmat Modine: Bahamut (Jaro/Barbés)
12) Various Artists: Authenticité : The Syliphone Years (Sterns)
13) Ali Farka Touré: Savane (World Circuit)
14) Malouma: Nour (Marabi)
15) The Idan Raichel Project (Cumbancha)

In diesem Jahr findet WOMEX in Sevilla vom 24.-28. Oktober statt.

Dienstag, 18. September 2007

Playlist 17.09.

1. ERSATZMUSIKA: Voice Letter – Beside Myself To You I Came (Asphalt Tango Records, 2007)
2. ERSATZMUSIKA: Voice Letter – Upon the Earth (Asphalt Tango Records, 2007)
3. ERSATZMUSIKA: Voice Letter – Went and drank (Asphalt Tango Records, 2007)
4. SHUKAR COLLECTIVE: Rromatek – Oh girl! (Eastblokmusic, 2007)
5. SHUKAR COLLECTIVE: Rromatek – Ragga mami (Eastblokmusic, 2007)
6. SHUKAR COLLECTIVE: Rromatek – Pam parai (Eastblokmusic, 2007)
7. Sevdalinka, Sarajevo Love Songs: MERCAN DEDE FEAT. ZERINA COKOJA – Moj dilbere kud se seces (Piranha Musik, 2007)
8. FANFARA TIRANA: Albanian Wedding, Brass Explosion – Mediterranè #1 (Piranha Musik, 2007)
9. FANFARA TIRANA: Albanian Wedding, Brass Explosion – Kaprollja (Piranha Musik, 2007)
10. FANFARA TIRANA: Albanian Wedding, Brass Explosion – Napoloni (Piranha Musik, 2007)
11. HAYDAMAKY – 4dvory (thnx to fdr.com.ua)
12. JIŘĺ PAVLICA A HRADIŠT’AN: Chvĕní - Altaj, Altaj (Indies Scope, 2007)
13. VLADIMĺR VÁCLAVEK & MILOŠ DVOŘÁČEK: Život je pulsující píseň - Medvídek plyšový (Indies Scope, 2007)


erscheint am 26 Oktober bei PIRANHA MUSIK

Freitag, 14. September 2007

Playlist von 10.09.

1. ERSATZMUSIKA: Voice Letter – Beside Myself To You I Came (Asphalt Tango Records, 2007)
2. ERSATZMUSIKA: Voice Letter – Went & drunk (Asphalt Tango Records, 2007)
3. ERSATZMUSIKA: Voice Letter – Hey,Gangway! (Asphalt Tango Records, 2007)
4. SHUKAR COLLECTIVE: Rromatek – Oh girl! (Eastblokmusic, 2007)
5. SHUKAR COLLECTIVE: Rromatek – Pam Paraї (Eastblokmusic, 2007)
6. SHUKAR COLLECTIVE: Rromatek – Dalladida (Eastblokmusic, 2007)
7. RURA: Rura – Politsaj (Taras Bulba Entertainment, 2007)
8. RURA: Rura – 2 Karasja (Taras Bulba Entertainment, 2007)
9. THE NO SMOKING ORCHESTRA: Emir Kusturica’s Time of the Gypsies Punk Opera – Djilaben rromalen (Decca, 2007)
10. THE NO SMOKING ORCHESTRA: Emir Kusturica’s Time of the Gypsies Punk Opera – Hederlezi (Decca, 2007)
11. THE NO SMOKING ORCHESTRA: Emir Kusturica’s Time of the Gypsies Punk Opera – Del dija (Decca, 2007)
12. GOGOL BORDELLO: Super Taranta – Supertheory of superevrething (Side One Dummy, 2007)
13. GOGOL BORDELLO: Super Taranta – Super taranta (Side One Dummy, 2007)